Mo., 20.11.2017

Planungen für ein Krematorium in Ochtrup Die FBM GmbH & Co. KG will Anlage an der Waldstraße errichten

Eine vermehrte Nachfrage nach Urnenbestattungen gibt es auch in Ochtrup.

Eine vermehrte Nachfrage nach Urnenbestattungen gibt es auch in Ochtrup. Foto: Anne Steven

Ochtrup - 

Bislang gab es im Kreis Steinfurt kein Krematorium. Eine Investorin – die FBM GmbH & Co. KG – plant nun in Ochtrup eine solche Anlage.

Von Anne Steven

Die Bestattungskultur verändert sich. Auch in der Töpferstadt werden Feuer- und Urnenbestattungen immer beliebter. Die dafür notwendigen Einäscherungen erfolgen in Krematorien. Bislang gibt es im Kreis Steinfurt keine derartige Einrichtung. Die nächsten Anlagen befinden sich in Dülmen und Osnabrück. Eine Investorin – die FBM GmbH & Co. KG mit Sitz in Ochtrup – plant nun in der Töpferstadt den Bau eines Krematoriums, das bestätigte am Montagnachmittag Bürgermeister Kai Hutzenlaub auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten.

Nach Informationen dieser Zeitung soll das Krematorium auf einem Gelände an der Waldstraße entstehen. Zum genauen Standort wollte sich Hutzenlaub zwar nicht äußern, bestätigte aber: „Ja, es hat eine planungsrechtliche Bauvoranfrage beim Kreis gegeben.“ Die übergeordnete Baubehörde habe bei der Stadt Ochtrup angefragt, ob die Kommune planungsrechtliche Einwände erhebt, schilderte er das Verfahren. Das besagte Areal ist im Bebauungsplan als Gewerbegebiet ausgewiesen. Demnach spreche aus dieser Sicht nichts gegen den Bau eines Krematoriums, so der Bürgermeister. „Es gab keine Gründe, das abzulehnen.“ Anders sei der Fall gelagert, wenn es für das betroffene Areal keinen Bebauungsplan gebe. Doch das sei in diesem Bereich nicht der Fall.

Hutzenlaub machte im WN-Gespräch keinen Hehl daraus, dass ihm persönlich eine solche Einrichtung in Ochtrup wenig zusagt. „Toll finde ich das nicht“, betonte der Bürgermeister. Er verwies jedoch auf die Tatsache, dass es mit Blick auf den gültigen Bebauungsplan nichts einzuwenden gebe – sofern es sich um ein Krematorium ohne Abschiedsräume handele.

Krematorien unterliegen in Deutschland der Bundes-Immissionsschutzverordnung und sind mit modernen Abgasreinigungsanlagen ausgerüstet. Die Abgase unterliegen wiederum immissionsschutzrechtlichen Grenzwerten. Rein äußerlich sind Krematorien meist kaum als solche zu erkennen. In der Bevölkerung haben sie trotz der steigenden Zahl von Urnenbestattungen oft noch immer ein negatives Image.

Auf den Bau eines Krematoriums auf dem Gelände an der Waldstraße hat die Stadt Ochtrup keinen Einfluss. „Das letzte Wort hat der Kreis“, betonte Hutzenlaub.

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