Di., 05.12.2017

Gymnasium Ochtrup Verkehrssicherheit im Fokus

Schule mal anders: Am Gymnasium stand jetzt für einige Klassen Verkehrserziehung auf dem Stundenplan.

Schule mal anders: Am Gymnasium stand jetzt für einige Klassen Verkehrserziehung auf dem Stundenplan. Foto: Norbert Hoppe

Ochtrup - 

Das Thema Verkehrssicherheit stand jetzt im Fokus einer Unterrichtseinheit am Gymnasium.

Von Norbert Hoppe

Morgens, um halb acht, wenn es noch dunkel ist und sich die Schüler auf den Weg machen, ist es häufig zu beobachten: Fahrräder ohne Licht und Reflektoren, die Kinder und Jugendlichen fahren zu dritt nebeneinander, manche telefonieren mit ihrem Handy. Die meisten Schüler wissen, dass das nicht erlaubt ist, aber sie halten sich nicht immer daran – ähnlich wie die Erwachsenen. Um das Wissen um die Regeln im Straßenverkehr bei den Schülern aufzufrischen, steht an diesem Morgen im Gymnasium Verkehrserziehung auf dem Stundenplan.

Unter anderem nehmen Bernd Günster von der Polizeidienststelle in Ochtrup und seine Kollegen eine Fahrradkontrolle vor. Die Mängelberichte geben sie direkt an die Lehrer weiter. Aber: „Alle Fahrräder sind bis auf kleinere Mängel top verkehrssicher“, stellt Bernd Günster zufrieden fest.

Beim Sehtest ist Katharina gerade fertig geworden, ihre Augen sind in Ordnung. „Die Zahlen, Punkte und Linien wurden immer kleiner“, erzählt Katharina und freut sich, dass sie den Test bestanden hat.

Im Rahmen des Verkehrssicherheitstrainings wurden auch die Fahrräder der Schüler kontrolliert.

Im Rahmen des Verkehrssicherheitstrainings wurden auch die Fahrräder der Schüler kontrolliert. Foto: Norbert Hoppe

Danach geht es weiter zu einer Station, die für alle Fußgänger und Radfahrer enorm wichtig ist. Hier ist Sehen und Gesehenwerden das Hauptthema. Karl Dömer und Christian Baumert von der Landesverkehrswacht zeigen den Schülern in kurzen Filmen, wie weit der Lichtkegel eines Autos noch eine deutliche Sicht zulässt. Da ist es manchmal lebensrettend, eine Warnweste oder Reflektoren am Arm zu tragen, damit Radfahrer und Fußgänger schon aus großer Entfernung zu sehen sind. Ganz besonders deutlich erkennen die Kinder dieses im Dunkelzelt, in dem solche Szenen realitätsnah dargestellt werden.

Die nächste Station soll den Kindern ein Gefühl für ältere Verkehrsteilnehmer vermitteln. Lehrerin Dörte Münster erklärt, dass viele nicht mehr so flott auf den Beinen sind, manchmal schlecht hören und nur ein eingeschränktes Sehvermögen haben. Merle erklärt sich bereit, sich in die Rolle eines älteren Menschen zu begeben. Sie wird ausgestattet mit einer schweren Weste, Gewichten an Armen und Beinen, mit einer dunklen Brille und Stöpseln im Ohr. Sie ist froh, dass einige Mitschüler ihr beim Treppensteigen behilflich sind. „Jetzt kann ich verstehen, wie sich manche alten Menschen im Straßenverkehr fühlen“, lautet ihr Fazit.

Mit Hilfe des Verkehrssicherheitstrainings sollen die Schüler dafür sensibilisiert werden, sich im Straßenverkehr rücksichtsvoll zu verhalten.

Mit Hilfe des Verkehrssicherheitstrainings sollen die Schüler dafür sensibilisiert werden, sich im Straßenverkehr rücksichtsvoll zu verhalten. Foto: Norbert Hoppe

„Mit dem Verkehrsunterricht wollen wir die Kinder dafür sensibilisieren, sich im Straßenverkehr sicher und rücksichtsvoll zu verhalten“, fasst Susanne Anlauf das Anliegen der Verkehrserziehung zusammen. Sie ist als Lehrerin am Gymnasium unter anderem für die Verkehrserziehung verantwortlich und hat diesen Vormittag mit der Landesverkehrswacht und der Polizeistation auf den Weg gebracht.

Am Ende der Unterrichtseinheit wissen die Schüler ganz genau, was auf dem Schulweg alles zu beachten ist, damit man sich nicht in große Gefahr begibt. Und die Reflektoren, die von der Landesverkehrswacht verteilt wurden, wollen viele Schüler am nächsten Tag auch tragen.

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