Do., 07.12.2017

OGS Marienschule „Ein komplett neues Gebäude“

So könnte die Marienschule nach einer Erweiterung aussehen. Im Bauausschuss stellte Planer Torsten Uding am Dienstagabend eine erste Entwurfsplanung vor. Diese soll nun in den Fraktionen beraten werden.

So könnte die Marienschule nach einer Erweiterung aussehen. Im Bauausschuss stellte Planer Torsten Uding am Dienstagabend eine erste Entwurfsplanung vor. Diese soll nun in den Fraktionen beraten werden. Foto: Büro Uding

Ochtrup - 

Die ersten Planungen für den vorgesehenen Um- und Ausbau der OGS Marienschule sind im Ausschuss für Planen und Bauen vorgestellt worden. Zahlreiche Veränderungen sind demnach in der Überlegung.

Von Anne Steven

Die Erweiterung der OGS Marienschule nimmt konkretere Formen an. Am Dienstagabend präsentierte Torsten Uding vom gleichnamigen Planungsbüro aus Lünen dem Ausschuss für Planen und Bauen eine erste Entwurfsplanung.

Uding hatte sich zunächst mit der OGS, der Leitung der Marienschule sowie Matthias Gertz vom Bauamt zusammengesetzt, um ihre Wünsche und Ideen, aber auch die ersten Pläne der Verwaltung in seinen Entwurf zu integrieren.

Demnach ist ein großes Problem der Schule, die fehlende Barrierefreiheit. „Es gibt keinen barrierefreien Eingang und keine barrierefreie, vertikale Erschließung“, führte der Planer aus. Insgesamt fehlen Klassenräume und das Lehrerzimmer sowie die Räume der Verwaltung sind zu klein bemessen. Zudem stellen die Schüler ihre Tornister derzeit meist auf den Fluren ab, was nicht nur eine Stolpergefahr darstellt, sondern zudem im Brandfall ein echtes Sicherheitsrisiko werden könne. Sanierungsbedarf gebe es auch bei der WC-Anlage. Die Toiletten für die Lehrer bezeichnete Uding als „antiquarisch“.

Die Entwurfsplanung sieht für das Erdgeschoss einige Veränderungen vor. So möchte Uding aus der Küche und einem weiteren Raum einen Gruppen- sowie einen Snoozelraum machen. Für die neue Mensa/Aula wird das Gebäude erweitert. Neben einer neuen Küche – inklusive Personalraum und dem Bereich Anlieferung – werde der WC-Bereich neuorganisiert und ein Erste-Hilfe-Raum eingerichtet.

Um die beiden Gebäudeteile künftig barrierefrei miteinander verbinden zu können, schlägt der Planer einen Anbau mit Aufzug vor.

Im Obergeschoss könnte aus einer Lagerfläche ein zusätzlicher Klassenraum entstehen. Zudem geht es dem Treppenhaus an die Substanz und das Gebäude erhält eine neue Fassade. Im neuen Lehrerzimmer könnte es künftig nicht nur eine Teeküche und Computer-Arbeitsplätze, sondern auch Ablageflächen geben. Das stille und bis dato antiquierte Örtchen für das Kollegium soll ebenfalls erneuert werden. Zudem hat Uding im Obergeschoss ein Büro für einen Sozialarbeiter und Integrationsräume eingeplant. „Wir sprechen in diesem Bereich von einem komplett neuen Gebäude“, befand der Planer.

Im Keller sollen die Grundschüler künftig ihre Tornister abstellen. Dazu hat Uding eigens einen Tornisterraum mit Fächern eingeplant. „Dann steht oben nichts mehr gefährlich in der Gegend herum“, so der Planer. Mit dem neuen Aufzug soll nach Udings Idee künftig sowohl das Obergeschoss als auch der Keller mit dem dort befindlichen Computerraum barrierefrei erreichbar sein. Zudem bietet der Keller Lagermöglichkeiten.

Die gesamte Maßnahme würde nach ersten Schätzung des Planungsbüros inklusive Keller mit fast 4,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ohne Keller wären es circa 3,8 Millionen Euro. „Die Optik ist noch nicht ausgearbeitet“, betonte Uding. Farblich soll die Fassade auch künftig ins Rötliche gehen. Doch da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, schließlich handele es sich nur um eine erste Entwurfsplanung.

Und eben diese geht nun zur Beratung in die Fraktionen. Im Januar wollen die Politiker in einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Bildung und Sport über die Entwürfe beraten. Voraussichtlich in einer Sitzung in der zweiten Februarhälfte könnte der Rat die Pläne beschließen. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Juli 2018 starten. Dieser Termin wird allerdings nach Schätzung der Verwaltung nicht zu halten sein. Die Beratungsfolge führe dazu, dass mit dem Bau frühestens in den Herbstferien 2018 begonnen werden kann, war dazu in der Vorlage zu lesen. Insgesamt könnte sich die Bauzeit dadurch auf circa eineinhalb Jahre verlängern.

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