Premiere: „Crossover“ – das etwas andere Orgelkonzert
Deep Purple mit allen Registern

Ochtrup -

Es war ein außergewöhnliches Konzert in der Langenhorster Pfarrkirche, bei dem Mitglieder des Christlichen Posaunenchors Ochtrup und der Organist Michael Mikolaschek gemeinsam Eigenkompositionen aber auch mal einen Rock-Klassiker wie „Smoke on the water“ von Deep Purple intonierten.

Montag, 16.04.2018, 06:04 Uhr

Musizierten gemeinsam in der Langenhorster Kirche: Organist Michael Mikolaschek und der Christliche Posaunenchor Ochtrup.
Musizierten gemeinsam in der Langenhorster Kirche: Organist Michael Mikolaschek und der Christliche Posaunenchor Ochtrup. Foto: Martin Fahlbusch

Bähm! Der ultimative Weckruf des „etwas anderen Orgelkonzertes“ am Samstagabend in der Kirche in Langenhorst fetzte den über 70 Zuhörern kurz vor der Pause um die Ohren. Der Christliche Posaunenchor Ochtrup (CPO) ließ da nämlich – wenn auch im übertragenen Sinne – Rauch in der schönen Hallenkirche von der Orgelbühne aus aufsteigen. Und zwar solchen von der heftigen Art: „Smoke on the water“.

Das etwas andere Halleluja der britischen Rockgruppe Deep Purple stand in einem spannungsreichen Kontrast zu den Kompositionen für Orgel, die Michael Mikolaschek, alias Miko, vorher in den mit Kerzenlichtern erhellten Kirchenraum musikalisch herabregnen ließ. Keine Frage, bei den von Miko geschriebenen Stücken und der Art, wie er sie auf einer Kirchenorgel präsentierte, musste man sich erst einmal einhören.

Die Idee zu diesem etwas anderen Orgelkonzert hatten Tanja und Markus Konermann, die schon lange mit dem Tastenkünstler befreundet sind. Bei der Freundschaftsbesuchsfahrt ins spanische Valverde del Camino im vergangenen Herbst lernten die Konermanns den umtriebige Musiker des Christlichen Posaunenchors kennen und schätzen. Na ja, und den Rest kann man sich zusammen mit dem experimentierfreudigen Miko dann eigentlich denken. Wo gute Ideen geschmiedet werden, ist auch die Ochtruper Aktionsgruppe von „Plan Internatinal“ nicht weit, dem Kinderhilfswerk, das sich für die Rechte von Mädchen und Jungen in der ganzen Welt einsetzt. Die „Planer“ sorgten für Information über ihre Arbeit und hatten das „Catering“ übernommen.

Mikos Kompositionen sind vielfältig und vielschichtig, flirren und klingen mitunter zauberhaft. Er rührt aber gerne auch Salsa-Rhythmen oder orientalische mit in seine Klangmenüs. „Die Orgel ist die Bigband der Instrumente“, betont Michael Mikolaschek gerne und er spielt hörbar gerne mit „voller Kapelle. In einigen seiner Stücke hätte man sich eine etwas differenzierte Registrierung der wirklich tollen Sauer-Orgel in der Hallenkirche in Langenhorst ge-wünscht. Aber das ruft ja geradezu nach einer Neuauflage eines solchen Konzerts.

Der Christliche Posaunenchor steuerte unter der umsichtigen Leitung von Horst Rapp unter schwierigen Aufstellungsbedingungen auf der Orgelbühne neben dem wuchtigen Rauch einen ordentlich Schuss Beatles und gemeinsam mit Miko dann ein kraftvolles „Music“ von John Miles bei. Insgesamt gelang am Samstagabend ein bemerkenswertes Unterfangen, die Ochtruper Kulturlandschaft klangvoll zu bereichern.

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