Realschule organisiert Hungerlauf
Für Kinder in Brasilien und Ghana

Ochtrup -

Zum zehnten Mal organisiert die Realschule einen sogenannten Hungerlauf für einen guten Zweck. Er findet am 30. April (Montag) statt. Beteiligt sind alle Schüler sowie das gesamte Lehrerkollegium, kündigt die Schule in einem Pressebericht an.

Dienstag, 17.04.2018, 07:04 Uhr

Die Ochtruper Realschule organisiert einen Hungerlauf unter anderem zugunsten von Straßenkindern in Brasilien.
Die Ochtruper Realschule organisiert einen Hungerlauf unter anderem zugunsten von Straßenkindern in Brasilien. Foto: colourbox

Der Sponsorenlauf unterstützt die Brasilieninitiative „Avicres“, die es sich in Nova Iguaçu zur Aufgabe gemacht hat Straßenkinder zu betreuen. „Professor Johannes Niggemeier, einer der Mitbegründer von ‚Avicres’, hat seit 1991 viele Projekte ins Leben gerufen, die Kindern und Jugendlichen aus den Elendsvierteln einen soliden Start ins Leben geben sollen“, schreibt die Realschule.

„Avicres“ unterhalte Kindertagesstätten sowie altersspezifische Wohnhäuser für verlassene und misshandelte Kinder und Jugendliche. Eine Gesundheitsstation mit Ärzten und Krankenschwestern betreue jährlich 15 000 Patienten. „Eine alternative Landwirtschaft mit angegliederter Schule bildet Kinder aus ärmsten Landarbeiterfamilien aus. Ferner gibt es eine Werkstatt für Schmuck und Kunsthandwerk, Bäckereien mit Ausbildungsplätzen sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Tischler, Friseure, Näher oder Informatiker“, heißt es in der Ankündigung weiter.

Die Betreuung der Straßenkinder reiche bis ins junge Erwachsenenalter. Kinder, die in den Einrichtungen von „Avicres“ aufgenommen würden, entgingen einem Milieu, das geprägt sei von Obdachlosigkeit, Hunger, Gewalt und Drogen. Sie lebten stattdessen in einem familienähnlichen Umfeld.

Mit einem Teil des Hungerlauf-Erlöses möchte die Realschule zudem die Arbeit von Margret Arnheim in Ghana unterstützen. Die Krankenschwester aus Münster fliegt regelmäßig in ihr Heimatdorf in Ghana und setzt sich dort vor Ort für finanzielle Hilfen für Frauen und Kinder ein. Sie umgeht das korrupte System in ihrem Heimatland, indem sie Spendengelder persönlich in ihr Dorf bringt.

Mithilfe der Sponsorengelder des Hungerlaufs in Ochtrup wurden in der Vergangenheit unter anderem das Dach der Schule gebaut und 150 Mangobäume gepflanzt. Außerdem konnten viele Menschen krankenversichert werden, und ein Teil des Geldes wurde in Bildung investiert.

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