Jugendfeuer in der Töpferstadt
Keine Sorgen um den Nachwuchs

Ochtrup -

Um ihren Nachwuchs muss sich die Freiwillige Feuerwehr Ochtrup keine Sorgen machen. Für die Jugendfeuerwehr, die es in der Töpferstadt bereits seit 1965 gibt, existiert sogar eine Warteliste. Bis zum Eintritt in die aktive Wehr – dafür müssen die Jugendlichen mindestens 18 Jahre alt sein – lernen sie in der Jugendabteilung erste Grundlagen. Und dabei dürfen

Dienstag, 17.04.2018, 06:04 Uhr

Die Jugendlichen machen sich bei ihren Übungsabenden mit der Feuerwehrtechnik vertraut – und das bereitet ihnen sichtlich Freude.
Die Jugendlichen machen sich bei ihren Übungsabenden mit der Feuerwehrtechnik vertraut – und das bereitet ihnen sichtlich Freude. Foto: Martin Fahlbusch

Schweine in einer Güllegrube! Als bei ihrem Vater und ihrem Bruder die Melder piepten, war Theresa Tombült just zu Hause. Und so durfte die 16-Jährige mitkommen, als die Feuerwehrmänner zur Wache düsten und ausrückten. „Das war mein erster richtiger Einsatz“, erzählt die Schülerin stolz. Sie half dabei, die Kameraden zu sichern, die in die Grube stiegen. „Richtig spannend war das.“

Natürlich durfte Theresa nicht „einfach so“ mit. Sie ist Mitglied der Jugendfeuerwehr – und ab 16 dürfen die Nachwuchskräfte auch bei echten Einsätzen helfen. „Vorausgesetzt, die Eltern sind einverstanden“, betont Jugendfeuerwehrwart André Thiele. „Und auch nur in ausgewählten Fällen und nicht an vorderster Front.“

Für Theresa Tombült war der erste Einsatz mit den Erwachsenen eine tolle Erfahrung. Für sie ist einmal mehr klar: Sie möchte sich auch bei der aktiven Wehr engagieren, sobald sie 18 Jahre alt ist. Wie so viele ihrer Kameraden in der Jugendfeuerwehr auch. „Um Nachwuchs müssen wir uns hier in Ochtrup weniger Sorgen machen“, erklärt André Thiele. 25 Mädchen und Jungen aus Ochtrup, Welbergen und Langenhorst gehören der Abteilung an – „und ich schätze, dass etwa 70 Prozent auch später in die aktive Wehr gehen“, meint Thiele.

Die Jugendfeuerwehr hat in der Töpferstadt schon eine recht lange Tradition: 1965 wurde sie gegründet, 53 Jahre besteht sie also bereits. Und nach wie vor ist die Nachfrage groß. „Wir haben eine Warteliste“, berichtet Thiele. Werden Plätze frei, rücken die Nächsten – Alter und Wartezeit sind hier die Kriterien – nach. Und so sind die Jüngsten in der aktuellen Besetzung 13, 14 Jahre alt. Theoretisch dürfte die Jugendfeuerwehr auch schon Zwölfjährige aufnehmen. Begleitet wird die Gruppe von drei Jugendfeuerwehrwarten und sieben Betreuern.

Übung der Jugendfeuerwehr in Ochtrup

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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
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  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Nachwuchskräfte stellen das Erlernte unter Beweis. Foto: Martin Fahlbusch

Theresas Interesse an der Feuerwehr wurde über den Vater und den Bruder geweckt. Sie mag die Vielseitigkeit ihres Hobbys: „Man erlebt so viel, was man sonst nicht erleben würde“, erzählt die 16-Jährige. „Und man weiß nie genau, was als nächstes passiert“, spricht sie vor allem die Übungsszenarien an, in denen die jungen Leute die erlernte Technik trainieren.

Alle zwei Wochen mittwochs treffen sich die Mitglieder zum Übungsabend. Dabei werden sie mit den Grundlagen der Feuerwehrarbeit vertraut gemacht. „Die Jugendlichen lernen am Anfang etwa, was ein Strahlrohr ist oder wie ein Schlauch aufgerollt wird“, berichtet Thiele. Und dann geht‘s in die Praxis: „Wir simulieren zum Beispiel mal einen Hausbrand.“

Das Gelernte stellen die jungen Kräfte dann auch bei Abzeichen unter Beweis: Zusammen bereiten sie sich auf die „Leistungsspange“ oder die „Jugendflamme“ vor. „Die kann man nur zusammen meistern“, weiß Thiele, dass hier Teamarbeit gefragt ist.

Apropos Team: Nicht nur die Technik ist es, die viele Jugendliche an der Feuerwehr begeistert, sondern auch die Gemeinschaft. Und die wird neben der eigentlichen „Arbeit“ besonders gepflegt: Grillen, Kegeln, Pizzabacken oder Lasertag steht im Kalender der Nachwuchskräfte. Im Herbst fahren die Töpferstädter traditionell zusammen mit den Kameraden aus Altenberge auf eine Tour. Der Orientierungsmarsch der Kreisjugendfeuerwehr ist ein weiterer fixer Termin.

Auch bei Aktionen in Ochtrup oder den Ortsteilen wirken die Jugendfeuerwehrleute mit: bei der Aufräumaktion im Frühjahr etwa oder beim Pfarrfest in Welbergen. Wie bei den „Großen“ gibt es außerdem auch bei den „Kleinen“ einen Vorstand, und jährlich hält die Gruppe ihre Mitgliederversammlung ab.

Theresa Tombült genießt die Zeit in der Jugendabteilung. Aber sie freut sich auch schon auf ihren Einstieg in die aktive Wehr. Um gleich mitmachen zu können, sobald sie volljährig ist, absolviert sie schon jetzt die nötige Grundausbildung. Die dauert 160 Stunden und darf neuerdings schon ab dem 16. Lebensjahr begonnen werden.

In nicht einmal mehr zwei Jahren wird Theresa dann ihren eigenen Melder haben und kann ganz selbstverständlich mit ihrem Bruder und ihrem Vater ausrücken, wenn der Alarm geht. Aber ihr allererster „richtiger“ Einsatz, der wird trotzdem in Erinnerung bleiben . . .

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