Jetzt meldet sich Lotte zur Wort
Eine katzenfreche Unverschämtheit!

Ochtrup -

So geht es nicht, befand Lotte. Die rüstige Labradordame fühlte sich in der WN-Berichterstattung über ihr vermeintliches Verschwinden vorgeführt und unverstanden. Nun meldet sich das Haustier selbst zu Wort. Viel Spaß beim Lesen!

Donnerstag, 17.05.2018, 18:05 Uhr

Beleidigte Leberwurst: Labradorhündin Lotte fand den Artikel in unserer gestrigen Ausgabe überhaupt nicht witzig.
Beleidigte Leberwurst: Labradorhündin Lotte fand den Artikel in unserer gestrigen Ausgabe überhaupt nicht witzig. Foto: mfa

Wuff, Redaktion!

Hier meldet sich Lotte – diesmal ganz unversteckt und freiwillig. Das ist von Euch ja wohl eine katzenfreche Unverschämtheit, mich als demente alte Dame zu titulieren. Kniggemäßig geht „Dame“ schon in Ordnung. Aber dement? Bloß weil es Herrchen und Frauchen nicht mehr gebacken kriegen, ordentlich herunterzukommen und mit ihrem immer kurzsichtiger werdenden Augen überall nachzuschauen, wo es mich für ein paar Wellness-Stunden hinverschlagen hat, wollt Ihr mich aufs Labrador-Altenteil schieben?

Da wurde telefoniert, Facebook bepfeffert, die neuronalen Netze gesponnen, die Nachbarn aus dem Schlaf geklingelt . . . Fehlte nur noch, dass die Steckbriefe von mir an die Bäume getackert hätten.

Wir hatten das ganz klar in der Hunde-Yoga-Gruppe so abgesprochen. Wir müssen ein Zeichen mit offensivem Charakter setzen gegen dieses ewige „Sitz! Platz! Aus!“ und „Ab ins Körbchen!“

Oder wenn die beiden mit ihren Kumpels Fußball gucken, krieg ich immer diesem dämlichen Fanschal der Truppe von Lüdenscheid-Nord um den Hals und darf mich zum Affen machen. Und wenn ich dann mal richtig mitfiebern und rumspringen will, heißt es „Lotte, brav, ab auf deinen Platz“. Schönen Dank auch! Da könnte ich mich gelb und schwarz ärgern.

Aber wenn deren Gurkentruppe es dann wieder mal versemmelt hat und die „depri drauf sind“, geht wieder das Gekraule und Gehätschel los. . .

Egal, wir in der Fell-Gang hatten für unsere Aktion den Muttertag vorgesehen. Hey, als Hündin in den Wechseljahren hat man es auch nicht immer leicht! Puh, diese Hitze und diese Wallungen! Da braucht es mitunter schon mal eine meditative Auszeit.

Und mein Versteck war auch spitzenmäßig ausbaldowert. Etwas staubig zwar da hinten unter dem Ehebett, aber in den vorgelagerten, sichtschutzbildenden Bettkästen hebt Herrchen ja sowieso nur seine Panini-Sammlung, seine Milchzähne und seinen Kabelsalat auf, und saugt rückenschonend immer schön drum herum.

Das hättet ihr sehen müssen, wie auf einem Kindergeburtstag ist meine Familie auf meinen Fressnapf prügelnd durch die Bude gezogen und hat nach mir rumgesäuselt. Und draußen gab’s ein Kommen und Gehen der Suchtrupps.

Wo habt Ihr überhaupt das Bild von mir her? Da habe ich doch die Haare gar nicht schön. Und dann über meine Schlappohren herziehen. Da solltest Du Redakteurin mal lieber selber in den Spiegel gucken!

Jetzt darf ich diesen blöden GPS-Tracker als immerwährendes Ortungsfanal mit mir herumschleppen. Aber das mit dem schwächelnden Akku habt ihr richtig als meine nächste Chance erkannt. Ich sag’ Euch eins: Ich weiß, wie man das Ladekabel durchknabbert . . .

Aber das bleibt unter uns. Dann könnte ich zur Not von Eurer üblen Alzheimer-Nachrede absehen – vorläufig. In diesem Sinne: Wuff, allerseits,

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