Stadtwerke
Ein Gewitter mit Folgen

Ochtrup -

Eindrucksvoll belegen die beiden Bauteile, was für eine Kraft ein einzelner Blitz hat: Pechschwarz und verformt sind die zwei Metallstücke, die auf dem Tisch von Stadtwerkechef Robert Ohlemüller liegen. „Die haben ihre Schuldigkeit getan“, stellt Josef Potthoff, Leiter der Elektroabteilung bei den Stadtwerken, fest.

Mittwoch, 13.06.2018, 08:00 Uhr

Diese zwei Überspannungsableiter haben ihre Schuldigkeit getan. Die Hintergründe erläuterten der Betriebsleiter der Stadtwerke, Robert Ohlemüller (l.), und der Leiter der Elektroabteilung, Josef Potthoff.
Diese zwei Überspannungsableiter haben ihre Schuldigkeit getan. Die Hintergründe erläuterten der Betriebsleiter der Stadtwerke, Robert Ohlemüller (l.), und der Leiter der Elektroabteilung, Josef Potthoff. Foto: Anne Spill

Bei den Teilen handelt es sich um Überspannungsableiter, und ihre Pflicht erfüllt haben sie bei dem starken Gewitter Ende Mai (wir berichteten). Damals schlug ein Blitz in eine Freileitung ein. Die Schutzvorrichtungen in den nächstgelegenen Trafo-Stationen „Sahle“ und „Möllers“ leiteten den Blitz in das Erdreich ab – so wie es sein soll. Danach waren die Überspannungsableiter aber nicht mehr brauchbar und wurden ausgetauscht.

Vermutlich ebenfalls eine Folge des Unwetters ist ein Kurzschluss in einem Transformator in der Station „Niehues“ – nahe der Autobahnanschlussstelle Ochtrup-Nord – am vergangenen Mittwoch. Die automatisierte Überwachungssystem meldete gegen 13.22 Uhr eine Störung. Die Mitarbeiter der Stadtwerke analysierten das Netz sogleich und verorteten den Fehler in besagter Trafostation. „Dort hatte es einen Kurzschluss gegeben“, berichtet Josef Potthoff. Dieser löste einen Mechanismus aus, bei dem Sicherungsteile abgesprengt wurden, die anschließend noch eine Weile vor sich hin glühten.

45 Haushalte in der Oster und der Wester waren in der Folge ohne Strom. „Durch schnelles Umschalten gingen 37 Kunden aber schon 20 Minuten später wieder ans Netz“, berichtet Josef Potthoff. Die übrigen acht seien nach gut einer Stunde über ein Notstromaggregat, das die Stadtwerke extra für solche Zwecke vorhielten, versorgt worden. Um den defekten Trafo zu tauschen, mussten erneut 20 Kunden – aus Sicherheitsgründen – für eine Stunde und 45 Minuten vom Netz getrennt werden. „Um 18.27 Uhr war das Ganze dann abgeschlossen“, berichtet Josef Potthoff.

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