DRK-Ortsverein
Ein naheliegendes Miteinander

Ochtrup -

Eine Kita und ein Seniorenheim in direkter Nachbarschaft: Gleich hinter dem bestehenden DRK-Familienzentrum am Gausebrink soll eine vollstationäre Pflegeeinrichtung gebaut werden.

Samstag, 11.08.2018, 15:00 Uhr

Noch wird dort Mais angebaut: Auf dieser Fläche hinter dem DRK-Familienzentrum könnte das Seniorenheim entstehen.
Noch wird dort Mais angebaut: Auf dieser Fläche hinter dem DRK-Familienzentrum könnte das Seniorenheim entstehen. Foto: Anne Spill

Der rüstige Senior könnte den Kids etwas vorlesen, die fitte „Paten-Oma“ mit den Kleinen basteln – und vielleicht hätten die Mädchen und Jungen ja Lust, der älteren Generation etwas vorzusingen? Ideen, wie ein Kindergarten und ein Seniorenheim miteinander kooperieren können, gibt es viele. Und wenn sich beide Einrichtungen auch noch in direkter Nachbarschaft zueinander befinden, ist ein Miteinander im wahrsten Sinne naheliegend. Genau das ist nun auch am Gausebrink in Ochtrup geplant: Gleich hinter dem bestehenden DRK-Familienzentrum soll eine vollstationäre Pflegeeinrichtung gebaut werden.

Das Grundstück hat das DRK vor fünf Jahren gekauft, um dort ein Ersatz-Gebäude für die Kindertagesstätte zu errichten, die damals noch an der Professor-Katerkamp-Straße beheimatet war. „Es war eigentlich zu groß“, berichtet Christoph Tembrockhaus, Vorsitzender des Ochtruper Ortsvereins. Ein anderer Standort sei aber von verschiedenen Stellen nicht gewünscht gewesen und die Fläche am Gausebrink nur in ihrer Gesamtheit zu bekommen – also erwarb das DRK sie trotzdem.

Nach dem Bau des Gebäudes, in dem die Kita und der Ortsverein unterkamen, sind jetzt noch rund 3500 Qua­dratmeter übrig, rechnet Tembrockhaus vor. Dieses Areal möchte das DRK gerne vermarkten, aber nur an einen geeigneten Interessenten. „Es soll schon zu einem Kindergarten passen“, sagt der Vorsitzende. „Alles können wir uns dort nicht vorstellen.“

Bei ihren Überlegungen kamen die DRK-Verantwortlichen auf die Idee, die Kita mit einem Seniorenheim zu verbinden. „Jung und Alt zusammenzubringen, ist uns im DRK immer schon ganz wichtig“, erklärt Tembrockhaus.

Neu ist der Gedanke indes nicht: In einigen Städten gibt es bereits Beispiele für Kitas und Seniorenheime unter einem Dach oder in unmittelbarer Nähe. In Hagen wird eine solche Kombination gerade fertiggestellt – und zwar von einem Ochtruper Unternehmen, La Vida. Mit dessen Verantwortlichen kamen die Rotkreuzler ins Gespräch und zu einem guten Ergebnis. „Wir waren uns schnell über die Konzeption einig“, berichtet Tembrockhaus. „La Vida ist für uns der passende Partner.“ Und so habe der Vorstand des DRK-Ortsvereins beschlossen, die Fläche an das Unternehmen vermarkten zu wollen. „Hier könnte für Och­trup ein gutes Objekt geschaffen werden“, ist Tembrockhaus überzeugt.

Um auf dem Areal am Gausebrink überhaupt eine Pflegeeinrichtung errichten zu können, ist eines jedoch zwingend erforderlich: Der Bebauungsplan für die Fläche muss geändert werden. Der Ausschuss für Planen und Bauen hat entsprechenden Anträgen bereits zugestimmt, sodass nun in das Bauleitverfahren eingestiegen werden kann. In dessen Verlauf wird der Plan zwei Mal öffentlich ausgelegt und die Politik hat über eingebrachte Bedenken und Anregungen von Behörden und Bürgern zu befinden, bevor es zu einem Beschluss kommt. Fällt dieser positiv aus, steht noch die Baugenehmigung durch den Kreis Steinfurt aus. Erst danach könnte es losgehen.

Eine kleine Weile müssen die Mädchen und Jungen aus dem DRK-Familienzen­trum also noch warten, bis sie nebenan die ersten Senioren begrüßen dürfen . . .

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