Rheine
Di., 03.11.2009
Ehemalige Scheune soll Schule werden
Rheine. Mit Vollgas arbeitet die Gründungsinitiative daran, in Rheine im dritten Anlauf eine Waldorfschule ins Leben zu rufen. Bislang liegen der Bezirksregierung Münster noch keine Anträge vor. Eine Behördensprecherin bestätigte indes, dass es mehrere Planungsgespräche gegeben habe. „Wir werden der Bezirksregierung noch in diesem Monat unser Konzept vorstellen. Wir haben gute...
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Rheine.Mit Vollgas arbeitet die Gründungsinitiative daran, in Rheine im dritten Anlauf eine Waldorfschule ins Leben zu rufen. Bislang liegen der Bezirksregierung Münster noch keine Anträge vor. Eine Behördensprecherin bestätigte indes, dass es mehrere Planungsgespräche gegeben habe. „Wir werden der Bezirksregierung noch in diesem Monat unser Konzept vorstellen. Wir haben gute Vorarbeit geleistet“, sagte Frank Freisewinkel, Sprecher der Gründungsinitiative Freie Schule Rheine.
Unterdessen laufen die Personalgespräche. „Wir stellen einen Gründungslehrer bezeihungsweise eine Gründungslehrerin ein. Zudem benötigen wir Fachlehrer“, erläuterte Freisewinkel. Die Schule soll in Catenhorn auf einem ehemaligen Bauernhof entstehen (unsere Zeitung berichtete). Das Grundstück befindet sich im Eigentum einer Stiftung und soll in Teilen an den Verein als Schulträger verpachtet werden. Laut Freisewinkel soll eine ehemalige Scheune zur Schule umgebaut werden. Die Pläne dafür würden zusammen mit Vertretern der Stiftung erörtert.
Während Freisewinkel „sehr froh“ ist, die Schule im „bäuerlichen Umfeld“ und in unmittelbarer Nähe zum Waldorf-Kindergarten ansiedeln zu können, meldeten sich auch schon erste Kritiker bei der MV. Ihre Befürchtung: Eine Schulansiedlung passt nicht in das durch landwirtschaftliche Betriebe geprägte Umfeld.
Unterdessen spricht Freisewinkel von einer großen Nachfrage. Interesse haben viele Eltern, die ihre Kinder im Catenhorner Waldorfkindergarten betreuen lassen. „Zudem gibt es viele Anfragen aus dem ganzen Kreis“. Sollte die Schulgründung gelingen, wolle man langfristig erreichen, dass „Waldorfschüler später bei uns auch ihr Abitur machen können“, zeigte der Sprecher der Initiative die Perspektiven auf. Die Waldorfschule werde über Elternbeiträge finanziert. „Das ist keine Schule nur für reiche Eltern. Der Elternbeitrag ist nach den finanziellen Möglichkeiten zu leisten.“ Zum Schulkonzept gehöre es auch, die Eltern in die Arbeit einzubeziehen. Vorbild für die Gründungsinitiative sei die Waldorfschule in Everswinkel, „weil dort integrativ gearbeitet wird“, wie Freisewinkel betonte. Das angestrebte Schulprofil richte sich nach der Lehre Rudolf Steiners, sei aber an den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst. Kernpunkt aber sei, dass neben der Wissensvermittlung auch die Förderung handwerklicher oder musischer Talente eine große Rolle spielen werde.
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