Rheine

Fr., 19.12.2008

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„Linke“ will in Stadtrat einziehen

Die Basisgruppe der Partei Die Linke traf sich am Donnerstagabend, um über ihre Ortsverbandsgründung und ihre Aufstellung bei der Kommunalwahl zu beraten. (Foto: Knue)

Rheine. „Wir werden auf alle Fälle in den Stadtrat einziehen.“ Mit dieser Forderung an die eigenen Parteigenossen erklärte Burkhard Hake, Kreissprecher Die Linke, am Donnerstagabend, was die Rheiner Basisgruppe der Partei Die Linke in nächster Zeit schaffen will: Am 27. Februar wird sie den Ortsverband Rheine der Partei gründen und sogleich zur Kommunalwahl antreten.

„Wir müssen 22 Wahlbezirke in Rheine besetzen“, erklärt Hake die Ziele des künftigen Ortsverbandes. Keine leichte Aufgabe, auch wenn der Rheiner Ortsverband der größte sein wird unter denen der Linken im Kreis Steinfurt. Vorteile habe das aber auch: „Bei uns können schon ganz junge Leute in den Stadtrat kommen“, so Hake. Er wurde zusammen mit Heribert Röder zum Organisator für die Belange gewählt, die die nächste Kommunalwahl betreffen.

Die Vorbereitungen zur Gründung des Ortverbandes am 27.2. übernehmen Heinrich Annas, Netzwerk Die Linke, Monika Paw und Siegfried Wessel, Vorstandsmitglied Die Linke Steinfurt. Aus den Gesprächen am Donnerstag ging hervor: Die Rheiner Linke versteht sich als zupackende Organisation – im wörtlichen Sinne. Oft kennen sie die von sozialer Ungerechtigkeit Betroffenen persönlich; einige haben selbst Erfahrungen mit dem deutschen Gesellschaftssystem in Stadt und Staat gesammelt. Innerhalb des Verbandes sei Kritik immer erwünscht; Entscheidungen sollten immer von möglichst vielen getroffen werden.

Im kommenden Jahr werde ein Aktionstag zum Thema „Gute Arbeit – gutes Leben(?)“ stattfinden, an dem auch ein Gewerkschaftsvertreter anwesend sein soll. (Un-)Gerechtigkeit im Lohn, auch im Geschlechtervergleich, (Un-)Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sichere Arbeitsplätze im Gegensatz zu befristeten Jobs sowie Mitbestimmung der Betriebsangehörigen in Firmenfragen werden diskutiert werden, so Olaf Götze.

„Die Linke kann sehr viel bewirken“, ist der feste Glaube der Rheiner Mitglieder: Auf kommunaler Ebene lägen ihnen ganz besonders die Arbeitsbedingungen – Löhne, Zeitarbeit, Überstunden – am Herzen sowie die Verhältnisse in den Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen. Außerdem wolle die Rheiner Linke die bürgerliche Mitwirkung stärken, indem sie die Hürden für Bürgerentscheide senken wolle. Grundlage dafür sei Transparenz in allen Bereichen, ohne die der Bürger nicht erkennen könne, mit welchen Entwicklungen er nicht einverstanden ist.

Die Linke in Rheine trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in der Gaststätte Johanning zu öffentlichen Sitzungen. Fragen, Anregungen und Themenwünsche für Vorschläge können bei Siegfried Wessel eingereicht werden (siegfried.wessel@osnanet.de, 05975 9559292).


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