Anliegerversammlung geplant

Do., 26.01.2012

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Wird die Marktstraße doch noch Einbahnstraße?

Anliegerversammlung geplant : Wird die Marktstraße doch noch Einbahnstraße?

Slalom durch die Marktstraße Foto: meg

Saerbeck - 

„Unser Vorschlag hätten den Vorteil, dass der Bereich, wo es sich jetzt knubbelt, Einbahnstraße wäre.“ Günter Springer, beim Kreis Steinfurt zuständig für Verkehrslenkung, plädierte im Bauausschuss am Mittwoch für eine Lösung der Verkehrsprobleme an der Marktstraße, die mit Sicherheit bei vielen Geschäftsleuten dort auf Widerspruch stoßen wird.

Von Monika Gerharz

Er schlägt vor, dass die Marktstraße zwischen Emsdettener Straße und der Straße „Am Kirchplatz“ nur Richtung Ibbenbürener Straße befahren werden darf. Fahrzeuge, die von der Ibbenbürener Straße kommen, müssten über den Kirchplatz und den Kirmesplatz Richtung Lindenstraße und Richtung Grevener Straße fahren. „Radfahrer sollten in beiden Richtungen fahren dürfen“, so der Verkehrsexperte.

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Zum Hintergrund: Im vorderen Teil der Marktstraße, etwa beim Schreibwarengeschäft Marlie, ist die Marktstraße durch Parkplätze so eng, dass im Begegnungsverkehr zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbei kommen. Immer wieder kommt es deshalb vor, dass Autos auf Rad- und Gehwege ausweichen. Bei einer Verkehrsschau im Dezember haben sich Vertreter des Kreises die Situation angeschaut und sind zu den genannten Empfehlungen gekommen.

Bei der Diskussion des Vorschlags im Ausschuss ergab sich kein einhelliges Meinungsbild: Die CDU ist gespalten. Annegret Raffel plädiert, ebenso wie Albert Stakenkötter von der UWG, für einen Versuch. Bernd Willebrandt befürchtet zusätzlichen Verkehr für die Emsdettener und mehr Raser auf der Marktstraße, Alfons Günnigmann erwartet bei einer Einbahnregelung „wilde Kurzparker“ vor der Eisdiele. Christian Schulte von der SPD könnte sich vorstellen, dass eine Einbahnregelung mehr Freiflächen für Eisdiele und „Markt 23“ erlaubt. Und FDP-Mann Steffen Wenners-Epping überlegte, ob nicht Poller vor den Rad- und Gehwegen die Gefahren dort so weit minimieren könnten, dass eine Einbahnstraße überflüssig würde. Der Vorschlag stieß auf wenig Gegenliebe. Ausschussvorsitzender Klaus Stegemann: „Dann wäre das Chaos dort perfekt.“ Die Ausschussmitglieder verständigten sich nun darauf, dass es zum Thema Einbahnstraße eine Anwohnerversammlung geben soll. Und dazu werden auch die Leute vom Kirchplatz eingeladen, schließlich sind sie von der Neuregelung mitbetroffen.


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