Baugebiet Bevergerner Damm III:

Do., 26.01.2012

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„Kein Geld für Rabatte“

Saerbeck - 

Das Baugebiet Bevergerner Damm III sol als Wohnstraße mit relativ großen Grundstücken konzipiert werden. Für diese Variante entschied sich jetzt der Bauausschuss. Einem Rabatt für Bauwillige, die ein Klimahaus bauen wollen, erteilte eine Mehrheit eine Absage: „Dafür haben wir kein Geld.“

Von Monika Gerharz

Der Bauausschuss der Gemeinde hat sich für eine Ausbauvariante für das Wohngebiet „Bevergerner Damm“ entschieden. Gebaut werden soll die Variante „Wohnstraße“. Die alternative „Quartier“, bei der mehr öffentliche Flächen für nachbarschaftliche Begegnung vorgesehen waren, wurde verworfen. Der Vorteil der gewählten Variante: Die Grundstücke sind größer, und auch die Kosten für das öffentliche Grün, das von den Bauwilligen zu tragen ist, werden minimiert.

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Heftige Debatten gab es noch einmal um das Thema „Klimaschutzsiedlung“. Wie berichtet, möchte die Verwaltung eine solche Siedlung gerne zwingend aus

Hier sollen demnächst schmucke Einfamilienhäuser entstehen.

Foto: red

weisen, stößt aber bei einer Ratsmehrheit aus CDU und UWG auf Granit, die nur zustimmen wollen, wenn sich mindestens 20 Bauwillige freiwillig für eine solche Siedlung melden. Der Gedanke, dass man der Freiwilligkeit beispielsweise durch einen kleinen Rabatt bei den Grundstückspreisen auf die Sprünge helfen könnte, stieß auf keine Gegenliebe. Mechthild Lüggert (UWG): „So lange wir kein Geld für den Familienpass haben, können wir das nicht machen.“

Bis jetzt, so Bauamtsleiter Andreas Fischer, haben vier Bauwillige signalisiert, dass sie daran interessiert seien, bei einer Klimaschutzsiedlung mitzumachen. Bürgermeister Wilfried Roos will nun versuchen, in das Landesprogramm für die Klimaschutzsiedlung auch mit zehn – statt, wie eigentlich gefordert, 20 – Bauwilligen aufgenommen zu werden. Weitere zehn Klimahäuser könnten – und müssten – dann entstehen, wenn das Baugebiet Bevergerner Damm IV in Angriff genommen werde. „Dafür gibt es schon einen Flächennutzungsplan“, verwies Roos darauf, dass die Genehmigungshürden für ein solches Baugebiet leicht zu nehmen sind. Die Verwaltung wies darauf hin, dass Bauwillige noch bis zum 31. Januar auf die Fragebögen der Verwaltung antworten können, ob eine Klimaschutzsiedlung für sie von Interesse sei. Fischer jedenfalls plädierte nochmals dafür, im neuen Baugebiet auch eine Klimaschutzsiedlung zu etablieren. „Das stünde uns als Klimakommune gut zu Gesicht.“


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