Di., 04.11.2014

Bäckerei Liesenkötter eröffnet im Top-Center einen neuen Standort / Sechsstellige Investition „Wir freuen uns auf Ibbenbüren“

Die Saerbecker Unternehmerfamilie Liesenkötter hat sich auf den Weg nach Ibbenbüren gemacht (v.l.): Georg und Tobias Liesenkötter, dessen Freundin Sarah Maier und Beate Liesenkötter freuen sich auf die Bergmannsstadt. Sie eröffnen dort im Jahr 2015 im Top-Center.

Die Saerbecker Unternehmerfamilie Liesenkötter hat sich auf den Weg nach Ibbenbüren gemacht (von links): Georg und Tobias Liesenkötter, dessen Freundin Sarah Maier und Beate Liesenkötter freuen sich auf die Bergmannsstadt. Sie eröffnen dort im Jahr 2015 im Top-Center. Foto: Peter Henrichmann

Saerbeck - 

„Groß zu werden, ist nicht unser Stil“, sagt Beate Liesenkötter, aber dem Größerwerden des traditionellen Familienbetriebs stimmt sie dann doch ganz frohgemut zu. Lange haben die Liesenkötters gesucht, um in Ibbenbüren fündig zu werden, wo sie im nächsten Sommer im Top-Center einen weiteren Standort eröffnen werden.

Von Peter Henrichmann

Ibbenbüren , da hast du doch alles. Es ist eine lebendige Stadt“, sagt Tobias Liesenkötter. Der junge Mann aus Saerbeck macht Komplimente. Fundierte: Zwei Jahre ist der 25-Jährige Bäckerei-Unternehmer dort zu den Kaufmännischen Schulen gegangen. Seine Mutter Beate Liesenkötter (54) hat in Ibbenbüren bei der Sparkasse Bankkauffrau gelernt: „Ibbenbüren hat eine gute mittelständische Struktur. Man kann toll einkaufen, es gibt viele Einzelhändler“, sagt sie. Noch mehr Standort-Komplimente. Da wundert nicht, wie es weitergeht: „Wir freuen uns auf Ibbenbüren“, sagt Tobias Liesenkötter. Seine Freundin Sarah Maier (23) stimmt gerne zu. In Ibbenbüren werden sie im Top-Center einen neuen Standort eröffnen. Ibbenbüren wird quasi der Einstieg in die Unternehmensnachfolge für die Familien-Bäckerei aus Saerbeck. Vater Georg Liesenkötter (58) hat den Vertrag unterschrieben. „Es war 14.40 Uhr am 30. Juli, ich weiß es noch ganz genau“, sagt sein Sohn. Lebensentscheidungen vergisst man nicht so schnell ...

Eigentlich ist das Unternehmen aus Saerbeck überhaupt nicht auf Wachstum getrimmt: Zwei Standorte in Saerbeck, einen in Münster-Handorf und einen in Greven gibt es. Das war’s. In Zeiten, in denen auch im Tecklenburger Land die Bäckerei-Unternehmen aus Rentabilitätsgründen zu echten Ketten mit zehn, 15 oder 20 Standorten wachsen, ist das ein – bewusst und absichtlich – bescheidenes, an Qualität orientiertes Konzept.

„Groß zu werden, ist nicht unser Stil“, sagt Beate Liesenkötter. Ihr Mann Georg ergänzt: „Beste Qualität können wir nicht mehr liefern, wenn wir als Betrieb zu groß werden.“ So haben sie es bei den genannten Standorten belassen. 50 Mitarbeiter sind im Team beschäftigt.

Dennoch: Die geplante und im Herbst 2013 vollzogene Rückkehr von Sohn und Freundin in den elterlichen Betrieb nach Saerbeck hat zusammen mit vorhandenem Potenzial bei den Fachkräften in der Backstube dazu geführt, dass nach einem weiteren Standort gesucht wurde. „Wir haben das in aller Ruhe kommen lassen, haben uns etwa seit Mitte 2013 umgeschaut. Wenn ein passender Standort kommt, waren wir bereit“, sagt die Chefin.

Man zeigte sich durchaus wählerisch: Emsdetten, Lengerich, Ladbergen, Wettringen und, und, und – Nein. Da nicht, dort nicht ... sehr wohl aber Ibbenbüren.

Was einerseits an der Standortgunst des Top-Centers mitten in der Ibbenbürener Innenstadt und andererseits an funktionierenden regionalen Netzwerken liegt: Der Ladenbauer, der für Liesenkötter den vom ersten Tag an perfekt laufenden Standort in Greven gefertigt hat, ist die Firma Konzeptwerkstatt Merge aus Mettingen. „Die haben uns den Tipp gegeben. Die haben das für uns auch sehr gut vorbereitet und eingestielt“, sagt Georg Liesenkötter. Er ist dankbar dafür.

„Es war eine gemeinsame Entscheidung“, sagt Sarah Maier. Die Familie führt den Betrieb, die Familie hat entschieden. Besonnen und gut abgewogen, betont Beate Liesenkötter.

„Wir wollen gute Gastgeber in Ibbenbüren sein“, sagt Beate Liesenkötter. Damit das klappt, sind erhebliche Investitionen nötig. Für die Einrichtung des „Wohlfühlcafés“ im Ibbenbürener Top-Center ist ein sechsstelliger Eurobetrag vorgesehen. Der Senior-Chef lächelt. „Ich bin von jeher optimistisch“, sagt er. Sein Sohn hat das geerbt: „Wir sind sicher, dass es ankommen wird.“

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