Mo., 20.03.2017

Musikschullehrer führen im Bürgerhaus vor, was sie so drauf haben Tango, Jazz und blaue Noten

Gary Woolf und seine ehemalige Schülerin Maria Westermann duettieren, begleitet von Annette Richter-Westermann am Klavier.

Gary Woolf und seine ehemalige Schülerin Maria Westermann duettieren, begleitet von Annette Richter-Westermann am Klavier. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Saerbeck - 

Normalerweise unterrichten sie, bringen Schülern das Musizieren bei, stehen aber gelegentlich selbst auf die Bühne, wie am Samstagabend im voll besetzten Bürgerhaus. Die Resonanz war so groß, dass noch zusätzliche Stuhlreihen dazu gestellt werden mussten. Schüler, Eltern, Kollegen und Freunde waren neugierig, was die Lehrer so drauf haben.

Und sie wurden nicht enttäuscht. Gary Woolf (Querflöte und exzellente Klavierbegleitung), Nadja Nitschke (Gitarre), Thorsten Floth (Saxofon und Querflöte) und Gerd Radeke (Trompete und Cornett) boten mit ihren Gästen ein buntes Programm auf hohem Niveau.

Wie Nadja Nitschke, sie hatte ihre ehemalige Studienkollegin und Duopartnerin Anne Haver aus Düsseldorf eingeladen, mit der sie spanische und argentinische Rhythmen zwischen Melancholie und Freude zum Klingen brachte.

Ganz auf Schmusekurs ging Gerd Radeke mit „Musik für Verliebte“, wie er selbst sagte, und zeigte wie zart, aber auch virtuos er Cornett und Trompete im Tango beherrscht. Kein Wunder also, dass sein Schüler Jan-Henning Drees, der diese Woche wieder beim Landeswettbewerb von „Jugend Musiziert“ in Münster antritt, ebenfalls mit großer Präzision und ganz viel Gefühl musiziert, wie in André Blochs „Meou-Tan Yin“ (Pfingstrosenfest) zu hören war.

So wie Drees ist auch Gary Woolfs ehemalige Querflötenschülerin Maria Westermann Bundespreisträgerin des gleichen Wettbewerbs, vor der er sich mit folgenden Worten verneigte: „Ich bin stolz, dass ich mit meiner Schülerin die Bühne teilen darf.“ Gemeinsam duettierten sie gekonnt, wobei Mama Annette Richter- Westermann sie souverän am Flügel begleitete.

Thorsten Floth entführte das Publikum sowohl mit seinem Hauptinstrument, dem Saxofon, als auch mit der Flöte in die New Yorker „ Night Clubs“, so dass ganz schnell Jazz-Keller-Atmosphäre aufkam.

Es geht aber auch anders: pure Romantik und französischen Charme versprühte er in der „Suite Romantique“ von Robert Planel. Herzerwärmende Trompetentöne gab es zum Schluss von Gerd Radeke und Jan Henning Drees mit Gary Woolf am Klavier in John Rutters berühmter „The Lord Bless You and Keep You“.

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