Mi., 19.10.2016

Tierquälerei-Vorwurf Agrarfunktionäre im Visier der Staatsanwaltschaft

Gegen Johannes Röring (links) und Paul Hegemann liegen Strafanzeigen vor.

Gegen Johannes Röring (links) und Paul Hegemann liegen Strafanzeigen vor. Foto: gap/dpa/keb

Münster/Saerbeck/Vreden - 

Nach einem Fernsehbericht des ARD-Magazins Panorama über Tierschutzprobleme in Ställen führender Agrarfunktionäre hat die Staatsanwaltschaft in Münster Ermittlungen gegen Paul Hegemann aus Saerbeck wegen möglicher Tierschutz­verstöße eingeleitet.

Von Elmar Ries

Hegemann ist Vorsitzender des Zentralverbandes der Deutschen Schweine­produktion (ZDS). Auch aus seinem Stall wurden Filmaufnahmen gezeigt. Zuvor waren mehrere Strafanzeigen gegen ihn eingegangen.

Wie Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape auf Nachfrage weiter erklärte, lägen auch gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring aus Vreden Strafanzeigen vor. Auch von seinem Betrieb hatten Tierschutzaktivisten Filmaufnahmen veröffentlicht.

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Ende September veröffentlichte die Tierschutz-Organisation „Animal Rights Watch“ (Ariwa)  Filmaufnahmen aus Ställen von Bauernfunktionären, die in einigen Betrieben erhebliche Verstöße gegen das Tierwohl belegen sollen.

Bauernpräsident Johannes Röring  wehrte sich gegen die Tierquälerei-Vorwürfe.

Gegen den Fernsehbericht liegt inzwischen eine einstweilige Verfügung vor: Er darf nicht mehr gezeigt werden.

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„Wir prüfen hier, ob ein Anfangs­verdacht besteht“, sagte Lechtape. Davon sei abhängig, ob die zuständigen Justizbehörden den Bundestagspräsidenten über das Verfahren informieren können und geprüft werden kann, ob Rörings Abgeordnetenimmunität für weitere Ermittlungen aufgehoben wird.

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