Do., 22.06.2017

Verein Deutsche Sprache lädt Neugierige in die Bürgerscheune ein Wunderbares aus aller Welt

Kunst und Kredit (weil’s ohne Sponsoring nun mal nicht geht) von links: Ansgar Heilker (Volksbank), Günter W. Denz, Erwin Girnth, Ludger Kordt (alle VDS) und Albert Topphoff (Volksbank).

Kunst und Kredit (weil’s ohne Sponsoring nun mal nicht geht) von links: Ansgar Heilker (Volksbank), Günter W. Denz, Erwin Girnth, Ludger Kordt (alle VDS) und Albert Topphoff (Volksbank). Foto: Hans Lüttmann

Saerbeck - 

„Babylon“ hieß im vergangenen Jahr die VDS-Aufführung in der Bürgerscheune, die sich literarisch mit der Sprachverwirrung auseinandersetzte. „Wunderbares aus aller Welt“ wird in diesem Jahr (9. September, 17 Uhr) der Gegenentwurf, der mit Blick auf das Pfingstwunder wieder einen biblischen Bezug hat.

„Wunder gibt es immer wieder“, sang Katja Ebstein in den 1970er Jahren. Fast 500 Jahre früher ging ein gewisser Martin Luther da weiter und behauptete, die ganze Welt sei voller Wunder. Goethe poetisierte über das Wunder des Augenblicks, Schiller bedauerte deren völliges Wegbleiben, Sportreporter finden Wunder auf dem Fußballplatz, Naschkatzen finden es in der Tüte, Kinder glauben an Wunder und Eltern an Wunderkinder – und selbst in Blau hat es noch manchen wunderlichen Auftritt.

Wen wundert’s, dass sich nun auch der Verein Deutsche Sprache ( VDS) dieses Ereignisses annimmt, von dem der nüchterne Wissenschaftler nicht mehr weiß, als dass es menschlicher Vernunft und Erfahrung sowie den Gesetzlichkeiten von Natur und Geschichte scheinbar oder wirklich widerspricht.

Was aber nur am Rande zum Programm gehört, das diesmal mit Kurzgeschichten, Gedichten und Anekdoten bestritten wird. Im Mittelpunkt „Wunderbares aus aller Welt“, jedoch auf Deutsch vorgetragen. Musik wird den Abend wieder auflockern, wer sie besteuert, steht indes noch in den Sternen. Ganz sicher und überhaupt kein Wunder, dass der VDS auch diesmal wieder freien Eintritt, aber noch keinen Einblick ins Detail gewährt. Fragen wir einfach mal den ollen Eichendorff, der sagt: „Wunder über Wunder. Du wunderst wunderlich dich über Wunder, verschwendest Witzespfeile, blank geschliffen. Was du begreifst, mein Freund, ist doch nur Plunder; und in Begriffen nicht mit einbegriffen ist doch ein unermessliches Revier, du selber drin das größte Wundertier.“ Wunderbar!

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