Mo., 11.09.2017

180 Zuhörer lassen sich in der Bürgerscheune von Geschichten aus aller Welt verzaubern Von wundersam bis wunderbar

Wunderbare Geschichten erzählten und sangen Tönne Stein, Huina Claudio, Thandi Vallbracht und Ricardaa Cronemeyer; musikalisch umrahmte Maria Ströhmer den wunderbaren Samstagabend.

Wunderbare Geschichten erzählten und sangen Tönne Stein, Huina Claudio, Thandi Vallbracht und Ricardaa Cronemeyer; musikalisch umrahmte Maria Ströhmer den wunderbaren Samstagabend. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Saerbeck - 

Ausgehend vom biblischen Pfingstwunder und als Anknüpfungspunkt zur Veranstaltung „Babylon“ im vergangenen Jahr, führten der erste Vorsitzende Günter Denz und sein Stellvertreter Ludger Kordt mit viel Charme und Witz durch das abwechslungsreiche, internationale Programm.

Von Tünde Kalotaszegi- Linnemann

„Wunder gibt es immer wieder“ sang einst Schlagerikone Katja Ebstein. Längst findet sich diese Formulierung im täglichen Sprachgebrauch wieder, wenn es sich um etwas faktisch Unerklärbares handelt. Der „ Verein Deutsche Sprache“ ( VDS) hat sich am Samstagabend unter dem Motto „Wunderbares aus aller Welt“ auf literarische Spurensuche begeben, um dieses Phänomen etwas näher zu beleuchten.

Aber auch als Vortragender machte Kordt eine gute Figur. Mit der wundersamen Geschichte von „Philemon und Baukis“, in der Gottvater Zeus und sein Sohn inkognito unterwegs waren, um die Gastfreundschaft des Volkes zu testen, entführte er die etwa 180 Besucher in das Reich der griechischen Mythologie.

Herzerwärmend war die Geschichte, die Thandi Vallbracht aus ihrer ehemaligen Heimat Afrika mitgebracht hat. Mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm berichtete sie vom größten Wunder aller Zeiten, nämlich ein Kind zu haben. Bei dem gefühlvollen Lied „Tula, tula, nanna“ (Schlaf mein Kind), wurden so manche Augen feucht.

Als gern gesehener Gast beim VDS griff Dagmar Dahmen aus Greven selbst zur Feder. In „Es gibt noch Wunder“, beschreibt sie, wie aus einem armen, brotlosen Künstler aus Bulgarien ein erfolgreicher Maler wird.

Sein ganz persönliches Wunder erlebte der gebürtige Chilene Huina Claudio. Sehr überzeugend schilderte er, dass sich ein Kleinkind beim Spielen an einer Feuerstelle schwer verletzt hatte. Der Arm sollte amputiert werden, aber der Vater brachte den Jungen zur „Medizinfrau“, die ihn heilen konnte. Das Kind war er.

Fast schon etwas gespenstisch und mystisch wirkte die argentinische Erzählung „Der Spiegel, der ins Jenseits führt“, die Ricarda Cronemeyer mit viel schauspielerischem Talent äußerst lebendig vortrug.

Für eine ordentliche Portion Humor sorgte das Urgestein der plattdeutschen Sprache, der Saerbecker Tönne Stein. Viele Lacher erntete er für „De Professor un de Koh“, dessen Fazit lautete: „Die Kuh hat mehr Verstand im Schwanz als der Professor im Kopf“.

„Mit himmlischen Harfenklängen“, wie Günter Denz in seiner Begrüßung formulierte, wurde die Vielzahl der Wunder von der überaus talentierten Maria Ströhmer aus Emsdetten musikalisch umrahmt.

it einer Reihe von nahezu unbekannten Kompositionen verzauberte sie das gesamte Publikum. Kaum zu glauben, dass sie erst mit 50 Jahren ihren ersten Harfenunterricht erhielt. Es geschehen eben doch noch Wunder. Zum Dank gab es frenetischen, lang anhaltenden Applaus für einen rundum gelungenen Abend.

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