Integriertes kommunales Entwicklungskonzept
Wie sieht’s in 15 Jahren aus?

Saerbeck -

„Ein nachhaltiges Zukunftskonzept mit allen für alle“, unter diesen Leitgedanken stellt man im Rathaus die Arbeit am neuen „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“ (Ikek).

Donnerstag, 15.02.2018, 07:02 Uhr

Saerbeck aus der Luft mit dem Ortskern, den Bauerschaften und den Gewerbegebieten drum herum: Für alles soll ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept her.
Saerbeck aus der Luft mit dem Ortskern, den Bauerschaften und den Gewerbegebieten drum herum: Für alles soll ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept her. Foto: Gemeinde Saerbeck

„Ein nachhaltiges Zukunftskonzept mit allen für alle“, unter diesen Leitgedanken stellt man im Rathaus die Arbeit am neuen „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“ (Ikek). „Es geht darum, ein paar Jahre in die Zukunft zu sehen: Wie soll Saerbeck in zehn oder 15 Jahren aussehen?“, beschreibt Dr. Frank Bröckling vom begleitenden Büro „planinvent“ (Münster) die Aufgabe. Der Startschuss erfolgt am Mittwoch, 21. Februar.

Dann beginnt um 18 Uhr im Bürgerhaus die Auftaktveranstaltung, zu der alle Saerbecker aus dem Dorf und den Bauerschaften eingeladen sind. Dort wollen Planer und Gemeindeverwaltung Sinn und Zweck des Ikek erklären und die Möglichkeiten für Bürger, sich zu beteiligen. Von März bis September folgt eine Reihe von Workshops für Teilgebiete, themenbezogenen Foren und eine Projektmesse, allesamt öffentlich.

„Wir wollen kein Gutachten vom Grünen Tisch, sondern den Zukunftsplan für Saerbeck gemeinsam mit den Bürgern erarbeiten“, beschreibt Frank Bröckling die angepeilte Vorgehensweise. Er glaubt, „die Saerbecker selbst wissen am besten, wo etwas fehlt“, und hofft auf „einen austauschfreudigen Prozess“. Vorhandene positiven Aspekte sollen durchaus herausgestellt werden, aber auch Verbesserungsmöglichkeiten auf den Tisch kommen. Oder wie Bürgermeister Wilfried Roos bei einem Pressegespräch zum Ikek-Start sagte: „Dieses Dorf ist es wert, das Gute zu erhalten und Besseres hinzuzufügen.“ Er erinnerte an die „guten Erfahrungen, die wir mit Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung des Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepts (IKKK) gemacht haben“, bei dem unter anderem der Bioenergiepark herausgekommen ist.

Als mögliche konkrete Themen nannte Frank Bröckling zum Beispiel Dorfgemeinschaftshäuser, Ideen zur Mobilität oder die Aufwertung von Plätzen als Begegnungsorte. Es gehe dabei nicht nur um Städtebauliches, sondern um alle Arten von Zielen und konkreten Projekten. Bürgermeister Roos brachte schon einmal die Frage nach der zukünftigen Gestaltung und Nutzung der Marktstraße ein. Das Ikek sieht er als Rahmen, in dem später konkrete Einzelprojekte angegangen werden können.

Tatsächlich zählt ein solches umfassendes Konzept mittlerweile zu den Voraussetzungen, um an Landeszuschüsse zu kommen. „Ohne solche Konzepte gibt es kaum noch Chancen auf Förderung“, bestätigte Planer Bröckling. Dabei bleibe das Konzept in Zukunft veränderbar und flexibel. Anlass für Saerbeck, ein eigenes Ikek anzuschieben, waren die Förderaussichten bei der Sanierung und Umgestaltung des Dorfplatzes und der Straße „Am Kirchplatz“, erklärte Bauamtsleiter Andreas Fischer.

Nach der Abschlussveranstaltung der Bürgerbeteiligung Mitte September befasst sich der Gemeinderat abschließend mit dem Konzept und legt es der Bezirksregierung zur Prüfung vor.

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