So., 19.10.2008

Steinfurt „Wir fühlen uns hier pudelwohl“

Nach der Ansprache von Bürgermeister Andreas Hoge (2. v. l.) bekamen die Neubürger Gutscheine – so auch die vor einem Monat zugezogene Familie Kriens mit dem kleinen Lenn. Fotos: -kaw-

-kaw- Steinfurt. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, sagt Ute Kriens direkt nach dem Neubürgerempfang. Erst im September ist die junge Familie nach Steinfurt gezogen. Jörg und Ute Kriens wohnen in der Mittelstraße in Borghorst und haben in der Nachbarschaft schnell Fuß gefasst. „Wir sind so toll aufgenommen worden“, schwärmt Ute Kriens und strahlt mit ihrem Sohn um die Wette. Der kleine Lenn ist gerade erst fünf Monate alt und hat somit schon einen großen Teil seines jungen Lebens in Steinfurt verbracht. Im Bürgersaal auf dem Arm seines Papas macht er einen durchweg zufriedenen Eindruck. Kein Wunder, direkt nebenan wohnen noch mehr kleinen Kinder, mit denen es sich hervorragend spielen lässt.

„Wir haben sogar schon die erste Radtour durchs Münsterland hinter uns“, erzählt Ute Kriens davon, dass sie von den Nachbarn direkt in alle Aktivitäten mit einbezogen worden seien. Und dann kam auch noch die Einladung zum Neubürgerempfang ins Haus geflattert. „So einen Empfang hatten wir noch nie – dabei sind wir schon oft umgezogen.“ Die letzte Station der Kriens war Emsdetten. Für Steinfurt hat sich die Familie entschieden, „weil wir hier genau das richtige Haus gefunden haben“, sagt Jörg Kriens.

Seine Bürgermeisterkette trägt Andreas Hoge nur bei wenigen Anlässen, „bei ganz besonderen“, wie er selbst sagt. Auch bei der gestrigen Begrüßung der neuen Bürger hat er das Accessoire um den Hals gelegt. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 1106 Menschen nach Steinfurt gezogen. „Einige kommen aus Heidelberg, andere sind aus Amsterdam zugezogen“, weiß der Bürgermeister aus ersten Gesprächen. Und noch mehr Internationalität: Die zugezogenen Bürger gehören 49 verschiedenen Nationen an.

Eine recht weiten Umzug hat auch die Familie Lang hinter sich: „Wir sind von Magdeburg hierhergezogen“, sagt Karl-Helge Lang. Der Grund dafür ist eindeutig: Er ist am Gymnasium Borghorst als Lehrer für Latein und Geschichte tätig und schätzt es, vor Ort zu wohnen. „Man kann hier ja alles mit dem Fahrrad erledigen.“ Die Familie kommt aus dem Emsland, er selbst hat in Münster studiert. Daher ist Steinfurt nicht ganz so neu für die Familie.

Das Leben in einer kleineren Stadt weiß auch Christine, die neunjährige Tochter der Langs, zu schätzen. Sie kann nämlich allein mit dem Fahrrad zu ihren Freunden fahren. „In Magdeburg ging das natürlich nicht“, erklärt ihre Mutter Gabriele Lang.

Für die vielen Kinder beim Neubürgerempfang gibt es nicht nur einen Clown und Spielemöglichkeiten, sondern auch einen Schminkstand. So dauert es nicht lange, bis Christine Lang mit elfengleichen Sternchen im Gesicht herumläuft. Ihr dreijähriger Bruder Gerold widmet sich lieber dem Limoangebot.

Kulinarisch hat die Stadt Steinfurt vorgesorgt: Die Küche der Neubürger bleibt kalt, weil es im Rathaus deftige Suppe gibt. Und wer das Steinfurter Bier noch nicht probiert hat: Für jeden Neubürger gibt es einen Sixpack Rolinck.

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