Damit die Sonntage nicht mehr so lang werden

Fr., 03.02.2012

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Treff für Alleinstehende im Don-Bosco-Heim

Damit die Sonntage nicht mehr so lang werden : Treff für Alleinstehende im Don-Bosco-Heim

Runter vom Sofa wollen Theresia Wagener (l.) und Waltraud Rohling allein lebende Frauen holen. Die beiden starten am 12. Februar einen Sonntags-Treff im Don-Bosco-Heim. Foto: Gudrun Niewöhner

Borghorst - 

Im ersten Sommer nach dem Tod ihres Mannes ist Theresia Wagener sonntags viel mit dem Rad unterwegs gewesen. „Langweilig war mir nie.“ Die 63-Jährige mag Bewegung an der frischen Luft. Doch irgendwann hatte sie das Gefühl, „mir fehlen Menschen, mit denen ich reden kann“.

Von Gudrun Niewöhner

Ähnlich ging es Waltraud Rohling. Die Pastoralreferentin im Ruhestand vermisste, nachdem Mutter und Tante verstorben waren, vor allem den gemeinsamen Kaffeeausflug am Sonntagnachmittag. Durch Zufall begegneten sich die beiden Frauen („wir kennen uns schon ewig aus der Jugendarbeit“) in der Stadt, kamen ins Gespräch. Beim zweiten, dritten Mal verabredeten sie sich. Und das wollen sie jetzt auch regelmäßig mit anderen Frauen tun. Am 12. Februar laden Theresia Wagener und Waltraud Rohling ab 15 Uhr zum ersten Sonntagstreff ins Don-Bosco-Heim ein: „Dann schauen wir mal weiter.“

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Die Woche über ist immer etwas los. So geht es den meisten, die alleine leben. Die Sonntage aber, die werden vielen lang. „Dagegen unternehmen wir jetzt etwas.“ Willkommen ist, wer Lust auf Kontakte hat. „Eine Altersbegrenzung gibt es nicht.“

Was Theresia Wagener und Waltraud Rohling noch wichtig ist: Sie wollen nicht die „Vorturnerinnen“ sein. „Wir werden nicht jedes Mal die Tische decken, Kaffee servieren und hinterher spülen.“ Ihr Ziel ist es, Frauen zusammenzubringen. Was sie dann daraus machen, ist jedem selbst überlassen. „Schön wäre es, wenn sich Frauen finden, die über den Sonntagstreff hinaus Gemeinsames starten.“

Theresia Wagener fallen da spontan Kinobesuche, Spaziergänge, Shoppingtouren oder sogar Urlaube ein. Letzteres weiß sie, fällt Frauen alleine oft schwer. Aber auch Aktivitäten in großer Runde sind denkbar. Die beiden Initiatorinnen denken an Radtouren oder Grillabende. Ideen haben sie reichlich. Bei Interesse können sie sich gut vorstellen, ein kleines Programm zusammenzustellen.

Formalitäten soll es bei dem neuen Treff, der übrigens von der Kfd St, Marien unterstützt wird, nicht geben. „Wir wünschen uns ein lockeres Beisammensein, kein Bildungsangebot.“

Neben dem 12. Februar als Termin für das erste Treffen, gibt es auch bereits einen zweiten, den 18. März um 15 Uhr im Don-Bosco-Heim los. Wer vorher Fragen hat, kann sich an Waltraud Rohling, Telefon 45 91, oder Theresia Wagener, Telefon 14 33, wenden.


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