Fr., 01.03.2013

Christian Hüging hat eine elektrische Zündvorrichtung für Holzkohle erfunden Daniel Düsentrieb am Grill

Viereinhalb Jahre, mit Unterbrechung, hat Christian Hüging (l.) an seinem Holzkohlegrill mit elektrischer Zündvorrichtung getüftelt. Norbert Böhr von der Firma Concept Metallbau hat den 39-Jährigen dabei unterstützt. Das besondere am Hüging-Grill: Weil die Glut so heiß wird, kann das Rost höher liegen als sonst und das Fleisch gart damit schonender (kl. Bild).

Viereinhalb Jahre, mit Unterbrechung, hat Christian Hüging (l.) an seinem Holzkohlegrill mit elektrischer Zündvorrichtung getüftelt. Norbert Böhr von der Firma Concept Metallbau hat den 39-Jährigen dabei unterstützt. Das besondere am Hüging-Grill: Weil die Glut so heiß wird, kann das Rost höher liegen als sonst und das Fleisch gart damit schonender (kl. Bild). Foto: Gudrun Niewöhner

Borghorst - 

Knusprige Spareribs, wenn es nach Christian Hüging ginge, kämen die jeden Tag bei ihm zu Hause auf den Tisch. Am liebsten vom Holzkohlegrill. Nur das lästige Warten auf die Glut hat den 39-Jährigen genervt. Das muss doch schneller gehen, dachte sich der Heizungsbauer. Und sein Erfindergeist war geweckt. Von der Idee bis zum Prototypen sind viereinhalb Jahre vergangen. Viel Zeit. Das weiß auch Christian Hüging, der längst das Patent für seinen Holzkohlegrill mit elektrischer Zündvorrichtung angemeldet hat.

Von Gudrun Niewöhner

In diesem Sommer, hofft er, kommt der Grill endlich auf den Markt. Mindestens 100 Stück soll die Firma Concept Metallbau zusammenbauen. Im Verkauf sind sie nicht ganz preiswert: 500 Euro muss Christian Hüging pro Gerät haben. Und selbst daran verdient er (erst einmal) nichts, sagt er.

Für sein erstes Modell hat der Tüftler einen billigen Grill aus dem Baumarkt geholt. Den Heizstab, den er benötigte, baute er aus dem alten Pizzaofen aus. Das Gebläse lieferte ein Fön. Wie es funktionieren könnte, war dem gelernten Handwerker eigentlich klar. Nur an der Umsetzung haperte es hier und da,

Angeschubst von der Familie und Freunden blieb der 39-Jährige dran. Sobald er ein bisschen Geld übrig hatte, wurde es investiert. Norbert Böhr von der Firma Concept Metallbau hat den 39-Jährigen unterstützt, wenn es ums Schweißen und Schrauben ging. Unzählige Stunden haben sie zusammengehockt:. „Seit zwei Wochen läuft der Grill perfekt.“ Christian Hüging fühlt sich wie Daniel Düsentrieb. Welche Vorteile seine Erfindung hat, er zählt sie locker auf: Eine halbe Stunde dauert es maximal, dann ist die Kohle gleichmäßig durch und das Fleisch kann auf den Rost. Die Schale für die Kohle ist geschlossen, nichts fällt in die Säule: „Damit ist der Grill ganz leicht sauber zu machen.“ Wegen der enormen Hitze, die entsteht, liegt das Rost höher. Fett oder Marinade, die in die Glut tropfen, verbrennen sofort: „So wird das Grillen gesünder“, sagt der Borghorster.

Die Erfindung beim Deutschen Patent- und Markenamt anzumelden, war gar nicht so schrecklich kostspielig, wie Christian Hüging befürchtet hat. Teuer waren allerdings die Recherchen, ob irgendwo auf der Welt irgendwer vielleicht schon auf die gleiche Idee gekommen ist und einen Holzkohlegrill mit elektrischer Zündvorrichtung gebaut hat. Doch bislang ist keiner aufgetaucht. Christian Hüging ist damit ein echter Erfinder!

Neben den Hobbygrillmeistern aus dem Bekanntenkreis hat ein Imbissbesitzer aus Borghorst sein Interesse angemeldet. „Er will gleich zwei kaufen“, freut sich Hüging darauf, dass der Grill ankommt – und vielleicht ein wenig Geld bringt.

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