Do., 30.05.2013

Hans Derix und Hermann Elfers beenden Dokumentation und steinfurt.tv Letzte Klappe für die Steinfurt-Trilogie

Seit dem Jahr 2005 beschäftigen sich Hans Derix (l.) und Hermann Elfers mit der Aufarbeitung alter Filmsequenzen und damit, die Veränderungen im Stadtbild festzuhalten. Der dritte Teil ihrer Dokumentation soll im Herbst fertig sein.

Seit dem Jahr 2005 beschäftigen sich Hans Derix (l.) und Hermann Elfers mit der Aufarbeitung alter Filmsequenzen und damit, die Veränderungen im Stadtbild festzuhalten. Der dritte Teil ihrer Dokumentation soll im Herbst fertig sein. Foto: Drunkenmölle

Burgsteinfurt - 

Wie viele Stunden sie für dieses Projekt investiert haben, das wissen Hans Derix und Hermann Elfers nicht mehr. Seit acht Jahren sind sie dabei, die filmischen Zeugnisse der Vergangenheit zu sichten und mit aktuellem Filmmaterial zu einer Dokumentation zusammenzuführen. Der dritte Teil steht kurz vor der Vollendung. Auch der Steinfurter Imagefilm wird aktualisiert. Gleichzeitig werden die Mittsiebziger den Info-Kanal „steinfurt.tv“ vom Netz nehmen.

Von Dirk Drunkenmölle

Hans Derix und Hermann Elfers sind in der Gegenwart angekommen. Fünf Jahre haben sie gebraucht, bewegte Bilder aus bewegten Zeiten über das alte Burgsteinfurt in einer dokumentarischen Filmreihe zusammenzutragen. Jetzt stehen die beiden Heimatfreunde kurz vor dem Abschluss dieser Trilogie, die den Fokus auf „ Steinfurt – eine Stadt im Wandel und Umbruch“ bis in dieses Jahr lenkt. Zugleich sind Derix und Elfers dabei, den fünf Jahre alten Imagefilm „In Steinfurt lässt es sich gut leben“ zu aktualisieren. Mit der Vorstellung (beide wünschen sich das Martin-Luther-Haus als Premierenort) fällt zugleich auch die letzte Klappe für „steinfurt.tv“. Die Arbeit für diese 2009 erstmals im Internet gestartete Video-Plattform wird den beiden Mittsiebzigern (Derix ist 76, Elfers 77 Jahre alt) zu aufwendig. Beide wollen sich fortan mehr auf einzelne Projekte und Dokumentationen konzentrieren. Die Beiträge der vergangenen Jahre sollen allerdings weiterhin im Netz abrufbar sein. Derix hofft darüber hinaus auf erfolgreiche Verhandlungen mit der Stadt, das Material im städtischen Archiv verwahren zu können.

Bis es soweit ist, steht aber noch jede Menge Arbeit an, 80 Jahre Zeitgeschichte von 1933 bis 2013 auf eine CD mit zweimal 40 Minuten Spieldauer zu pressen. „Es gibt so viel Material, dass man sehr konzentriert auswählen muss“, bedauert Derix, dass er nicht alles berücksichtigen kann, was er an Beiträgen mittlerweile auf seiner Festplatte abgespeichert hat.

Die Zuschauer soll es dieses Mal durch eine Art Architektur-Zeittunnel ziehen. „Steinfurt hat sich in einem rasanten Tempo in den vergangenen Jahren verwandelt“, wollen Derix und Elfers den Blick auf die einschneidenden Veränderungen im Stadtbild lenken. „Der Film will den Blick schärfen für den Wert des Vorhandenen, für die Qualität dessen, was uns umgibt. Man könnte es auch ,die Seele’ nennen“, beschreiben die Filmemacher ihr Ziel, dem Betrachter nicht nur die positiven Entwicklungen, sondern auch die negativen Folgeerscheinungen der innerstädtischen Entwicklung aufzuzeigen. Altstadtsanierung, die Rettung von Ackerbürgerhäusern, Umzug des Arnoldinums, Abriss des Landratsamtes, das Schicksal der Kirchstraße 14, der Houth’sche Garten, Geisthaus, Haus Bollmann, neues Wohnen in der Kommende, Baumgarten- und BWS-Zentrum, Parkhotel, Umbau Kreissparkasse, Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes – das alles sind nur einige Punkte, die Derix und Elfers ins Bild rücken. Alte Aufnahmen werden zum Vergleich herangezogen, dazu Zeitzeugen wie Ex-Stadtdirektor Ernst-Werner Wortmann, Ex-Archivar Dr. Ralf Klötzer oder Historiker Dr. Andreas Eyink im Interview gehört.

Auf lediglich 15 Minuten Dauer soll der Imagefilm beschränkt sein. Er wird die Dynamik und Lebensqualität der Stadt als Erholungs-, Freizeit-, Schul-, Kultur-, Wirtschaftsstandort vermitteln. Heimatverein und Kulturforum haben ihre Mitarbeit zugesagt. Gesucht werden noch weitere Partner und Sponsoren, die das Projekt unterstützen, Steinfurt von seiner sympathisch-emotionalen Seite und als geschichtsträchtigen Ort zu beschreiben, der, wie der Derix-Elfers-Film, in der Gegenwart angekommen ist.

"

»Der Film will den Blick schärfen für den Wert des Vorhandenen.«

Hermann Elfers

"
"

»Es gibt so viel Material, dass man sehr konzentriert auswählen muss.«

Hans Derix

"

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1686263?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F1785745%2F1785746%2F