Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt vollendet 90. Lebensjahr
Christliche Werte geben Orientierung

Burgsteinfurt -

Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt vollendet am Montag (9. Dezember) sein 90. Lebensjahr. Der Tag wird mit Rücksicht auf die Todesfälle im Fürstenhaus nur im engsten Familienkreis begangen.

Montag, 09.12.2013, 06:12 Uhr

Er ist dankbar für ein erfülltes Leben und dankbar für jedes Jahr, das ihm geschenkt wird. Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt vollendet heute (9. Dezember) sein 90. Lebensjahr. Eigentlich ausreichend Anlass, den Tag gebührend zu feiern. Doch die Trauer über den Verlust seiner Schwester, Prinzessin Juliane, und den Tod seiner Ehefrau, Fürstin Sylvia, die am 2. Oktober beziehungsweise 15. November verstorben sind, haben den Fürsten Abstand von allen Feierlichkeiten nehmen lassen. Lediglich im kleinen Kreis der Familie wird der Geburtstag mit allem Respekt vor den jüngsten traurigen Ereignissen begangen.

Ohnehin hat Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt seine eigene Person nie in den Vordergrund gestellt. Bescheidenheit war und ist ihm immer eine Tugend gewesen. Orientierung geben ihm christliche Überzeugungen und Werte. Kraft schöpft er im Glauben, der ihm, wie Superintendent Joachim Anicker bei der Trauerfeier von Fürstin Sylvia anmerkte, auch die Stärke verliehen hat, den Tod seiner nächsten Angehörigen zu verarbeiten. Gottvertrauen ist Fürst Christian wichtig. Es schenkt ihm Trost und macht ihm Mut.

Wichtig war dem Fürsten stets auch, sein Haus für die Zukunft gut bestellt zu wissen. Da sind einerseits die Traditionen, denen sich der Fürst stets verpflichtet sah, verantwortungsvoll und nachhaltig mit dem kulturellen Erbe seiner Vorfahren umzugehen und es nachfolgenden Generationen geordnet zu überlassen, andererseits hat er auch immer die Bereitschaft erkennen lassen, Veränderungen einer sich wandelnden Gesellschaft mitzutragen. Auch wenn er sich schon seit 20 Jahren aus der Führung der Fürst zu Bentheimschen Domänenkammer zurückgezogen und die Verwaltung Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt überlassen hat, so ist seine Stimme bei wichtigen Entscheidungen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fürstenhauses immer gehört worden. Sein Rat war nicht nur als Patron der Evangelischen Kirchengemeinde, als Funktionsträger in unterschiedlichen Verbänden und Vereinigungen, sondern auch im politischen und gesellschaftlichen Raum gefragt, auch wenn er sich nie unmittelbar in Entscheidungsprozesse eingemischt hat.

Seinen Lebensabend verbringt Fürst Christian damit, viel zu lesen. Gesellschaftspolitische und christliche Themen stehen ganz oben auf seiner Lektüreliste. Er hält Kontakt zu seinen Weggefährten und Freunden – und er schreibt Briefe. Halt findet er natürlich in der Familie. Sie gibt dem heute 90-Jährigen Geborgenheit – heute und für jedes weitere Jahr, das ihm geschenkt wird und für das er dankbar ist.

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