Mo., 27.06.2016

Auswege aus der Arbeitslosigkeit Hartz IV: Einmal drin, immer drin?

KREIS Steinfurt - 

Der Arbeitsmarkt sollte keine Sackgasse sein, sondern ein Sprungbrett für die eigene Karriere. Dazu bedarf es aber noch einiger Hausaufgaben.

Von Peter Sauer

Der aktuelle Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW für das Bistum Münster weist auf ein wachsenden Problem hin, das auch im Kreis ausgeprägt ist: Immer häufiger müssen Menschen mit Beginn ihrer Arbeitslosigkeit sofort Hartz IV beziehen. Verantwortlich dafür sind, so die Freie Wohlfahrtspflege , vor allem befristete Arbeitsstellen und Niedriglohnjobs.

Dass diese Entwicklung auch vor wirtschaftlich starken Regionen nicht halt macht, zeigt die Entwicklung im Kreis Steinfurt. Dort ist der Anteil der Arbeitslosen, die direkt in Hartz IV „rutschen“, seit 2010 um acht Prozent gestiegen. Er liegt bei 21,3 Prozent. „Diese Entwicklung darf nicht weitergehen. Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können“, kritisiert Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Gerade Arbeitslose im Hartz-IV-System hätten es deutlich schwerer. Nur 16 Prozent schafften es landesweit, in Arbeit oder Selbstständigkeit zu gelangen.

Die Übrigen nehmen entweder an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil oder melden sich als nicht erwerbstätig. „Unter diesen Menschen sind viele, die sich um Angehörige oder Kinder kümmern“, erläutert Kessmann. Die Zahl der Menschen in Maßnahmen müsse reduziert werden, da diese zu selten in eine richtige Beschäftigung führten.

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