Di., 20.09.2016

Gremium von St. Nikomedes bezieht Stellung Pfarreirat kritisiert Pläne für Grundschulen

Die Marienschule ist die einzige Bekenntnisgrundschule in Steinfurt.

Die Marienschule ist die einzige Bekenntnisgrundschule in Steinfurt. Foto: Linda Braunschweig

Borghorst - 

Nach der Ankündigung der Stadt, die Zahl der Eingangsklassen unter anderem an der katholischen Marienschule für das Schuljahr 2017/18 zu begrenzen, meldet sich der Pfarreirat St. Nikomedes zu Wort. In einer Stellungnahme, die an die Fraktionsvorsitzenden und die Verwaltungsspitze adressiert war, lehnt das Gremium die Pläne für die einzige Bekenntnisschule in Borghorst ab.

Von Linda Braunschweig

Es gebe „große Bedenken“ gegen das Vorhaben, das von der Verwaltung derzeit favorisiert wird, um eine gleichmäßige Auslastung der Grundschulen auch im kommenden Jahr zu erreichen. Dann wird es rund 30 Erstklässler weniger geben als in den vergangenen Jahren. Die Marienschule soll dann nur noch zwei statt bislang drei Eingangsklassen aufnehmen dürfen.

„Als Kirchengemeinde sind wir in besonderer Weise mit den Bekenntnisschulen verbunden, was auch ein Merkmal ist, welches die Eltern wünschen. Dieses weiter zu reduzieren, nachdem in Borghorst schon in der Vergangenheit zwei Bekenntnisschulen geschlossen wurden und Burgsteinfurt zum Teilstandort herabgestuft wurde, ist für uns als Pfarrei nicht akzeptabel.“ Um „woanders leer stehende Räume zu füllen“, sei die Regelung nicht geeignet, sagt Pfarrer Markus Dördelmann. Deshalb sei es dem Pfarreirat wichtig, sich dazu deutlich zu positionieren.

Die Marienschule sei seit Jahren die begehrteste und die Dreizügigkeit auch künftig gewährleistet. „Eine Begrenzung würde gegen den Elternwillen stattfinden“, so der Pfarreirat. Das Gremium kritisiert, dass „etliche Eltern gegen ihren Willen die Kinder auf eine andere Schule“ geben müssten. Anders sei es, wenn die Eltern das nicht mehr wollten, so Dördelmann. So aber wertet das Gremium die Pläne auch als falsches Zeichen an die Lehrkräfte, „die dort super Arbeit machen“, sagt Dördelmann. Sie würden die Begrenzung „sicher nicht als Anerkennung ihrer Leistungen“ empfinden, schreibt der Pfarreirat in seiner Stellungnahme.

Die Pfarrei verstehe die Bekenntnisschule nicht ausschließlich als Angebot für katholische Kinder, die Schule sei offen für andere Konfessionen und Religionen, die die Bekenntnisschule wählten, weil sie die Werte schätzen, die dort vermittelt werden. Laut dem Pfarreirat hätten Eltern, die auf Einschulung ihrer Kinder an einer Bekenntnisschule bestehen, ein Klagerecht. „Wie will die Stadt darauf reagieren?“, fragt das Gremium.

Die Begrenzung der Eingangsklassen und der Klassengröße war eine von zehn Maßnahmen, die die Verwaltung für die Entwicklung der Grundschullandschaft geprüft hat. Der Schulausschuss wird sich am 27. September (Dienstag) mit dem Thema befassen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4316563?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F