Mi., 18.01.2017

Gottesdienst, Ausstellung und Frauentag zum Reformationsjubiläum Große Frauen in der Kleinen Kirche

Frauen haben bei der Einführung der Reformation auch in Burgseinfurt eine bedeutende Rolle gespielt. Welche Einfluss sie hatten, soll in einem Gottesdienst, in einer Ausstellung und einem Frauentag aus Anlass des Reformationsjubiläums thematisiert werden.

Frauen haben bei der Einführung der Reformation auch in Burgseinfurt eine bedeutende Rolle gespielt. Welche Einfluss sie hatten, soll in einem Gottesdienst, in einer Ausstellung und einem Frauentag aus Anlass des Reformationsjubiläums thematisiert werden. Foto: unbekannt

Burgsteinfurt - 

Zum Reformationsjubiläum wird in Burgsteinfurt die besondere Rolle der Frauen in dieser bewegten Zeit vor 500 Jahren thematisiert. Ein Gottesdienst, eine Ausstellung und ein Frauentag machen die Bedeutung der Frauen und ihren Einfluss auf die kirchliche Entwicklung deutlich.

Es waren die Gräfinnen Walburg und Magdalena, die bei der Einführung der Reformation in Burgsteinfurt eine große Rolle gespielt haben. Jacoba von Tecklenburg hat das Stift Borghorst von 1533 bis 1563 als evangelische Äbtissin geleitet. Die drei Frauen stehen beispielhaft für einen Aspekt, der nach Auffassung der evangelischen Christen bei den Feiern zum Reformationsjubiläum in diesem Jahr nicht vernachlässigt werden darf: Die wichtige Rolle der Frauen in dieser bewegten Zeit vor 500 Jahren.

Am Sonntag (22. Januar) widmet sich ein Themen-Gottesdienst in der evangelischen Kleinen Kirche der weiblichen Seite der Reformation. Er ist zugleich Auftakt zu der Ausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“, die bis zum 4. Februar im Evangelischen Gemeindezentrum, Flintenstraße 9, zu sehen sein wird.

Zu selten sei in der Vergangenheit von den Frauen erzählt worden, so die Veranstalter. Dabei hätten viele von ihnen Reformationsgeschichte geschrieben: Sie lebten und regierten in Frauenstiften, sie nahmen als Fürstinnen entscheidenden Einfluss und sie suchten in der westfälischen Täuferbewegung nach Freiheit und neuen Perspektiven. Mit der Ausstellung wird die Bedeutung der reformatorischen Gedanken auf die Lebenswirklichkeit von Frauen dargestellt. Daneben liegt der Fokus auf der Frauengeschichte in der Region.

Dazu hatte sich im vergangenen Jahr eine Projektgruppe im Münsterland auf den Weg gemacht. Frauen aus den Evangelischen Kirchenkreisen Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg haben recherchiert und geforscht und in Ausstellungstafeln, Hörbeiträgen und weiteren Exponaten regionale Reformationsgeschichte lebendig werden lassen. Alle Interessierten sind eingeladen, den Gottesdienst zur Eröffnung um 10 Uhr in der Kleinen Kirche mitzufeiern. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Gemeindezentrums von 9 Uhr bis 12 Uhr (außer mittwochs) sowie donnerstags von 16 Uhr bis 18 Uhr besucht werden. Weitere Infos online.

Der Frauentag der Kirchenkreise „Einfach frei“?! – Frauen zwischen Aufbruch und Begrenzung“ findet ebenfalls im evangelischen Gemeindezentrum statt. Am 28. Januar (Samstag) sind alle interessierten Frauen eingeladen, in Workshops den Spuren der Frauen von damals nachzugehen und aktuelle Bezüge zu entdecken.

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