Mo., 30.01.2017

Evangelischer Frauentag zum Thema „Frauen der Reformation“ Emanzipatorischer Ursprung

Frauenbeauftragte Heike Bergmann (M.)  führte die Teilnehmerinnen des Frauentages durch die im Obergeschoss des Gemeindezentrums aufgebaute Ausstellung zum Frauentag.

Frauenbeauftragte Heike Bergmann (M.) führte die Teilnehmerinnen des Frauentages durch die im Obergeschoss des Gemeindezentrums aufgebaute Ausstellung zum Frauentag. Foto: emk

Burgsteinfurt - 

Eigentlich begann die Emanzipation der Frauen bereits mit der Reformation. Dennoch hat es weitere 500 Jahre gebraucht, bis sie in Deutschland zum großen Teil realisiert werden konnte. Das war vielleicht die Kernbotschaft, die knapp 70 Frauen vom evangelischen Frauentag im evangelischen Gemeindezentrum in Burgsteinfurt mit nach Hause nahmen.

Von Elvira Meisel-Kemper

Erstmalig wurde der Frauentag von den drei evangelischen Kirchenkreisen Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg gemeinsam veranstaltet. Da sich in diesem Jahr der Thesenanschlag Martin Luthers als Beginn der Reformation zum 500. Mal jährt, stand auch diese Veranstaltung im Zeichen der Reformation, konkret der Frauen der Reformation.

Dreh- und Angelpunkt war die Wanderausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“, die im Gemeindehaus an diesem Tag eröffnet wurde. Joachim Anicker, Superintendent des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, hatte den Frauentag mit einem geistlichen Impuls in der Kleinen Kirche eröffnet. Er erhielt von Vera Gronemann , Frauenbeauftragte des Kirchenkreises Tecklenburg, das erste Exemplar des brandneuen Katalogs zur Ausstellung mit Frauen aus dem Münsterland. Gronemann und Heike Bergmann, Frauenbeauftragte des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, führten die Teilnehmerinnen durch die Ausstellung.

Der Stadtrundgang mit Stadtführerin Sieglinde Neumann in Burgsteinfurt folgte den Spuren der Gräfin Walburg von Brederode, mit der Graf Arnold II. von Steinfurt-Bentheim in zweiter Ehe verheiratet war. Sie ließ die Burg zu einem repräsentativen Schloss ausbauen. Sie sorgte auch dafür, dass die lutherische Lehre in der Grafschaft 1544 Einzug hielt. In der Großen Kirche hat sich ihre Grabplatte erhalten.

Die Workshops beschäftigten sich noch mit weiteren bemerkenswerten Frauen der Reformation. Gräfin Anna von Tecklenburg war die Schwiegertochter von Gräfin Walburg. 1553 wurde sie mit Eberwin von Bentheim, Steinfurt und Wevelinghofen vermählt. Als der ungeliebte Ehemann 1562 starb, übernahm sie die Vormundschaft für den achtjährigen Sohn Arnold, der später den reformierten Glauben in der vereinten Grafschaft einführte. Die Rolle der Frauen in der Täuferbewegung, als Stiftsfrauen und Äbtissinnen, Ursula Weyda als Verfasserin von Flugschriften in der Reformation und Katharina Zell als Reformatorin des Elsass und Sammlerin von Kirchenliedern waren weitere Themen des Frauentages, mit denen sich die Teilnehmerinnen unter fachkundiger Leitung beschäftigten.

Zum Thema

Die Ausstellung ist noch bis Freitag (3. Februar) in der oberen Etage des Evangelischen Gemeindehauses an der Flintenstraße zu sehen. Noch einmal wird sie in der Zeit vom 27. Juni bis zum 11. Juli in der Großen Kirche gezeigt.

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