Do., 20.04.2017

Hollicher Windmüller bauen Schutzhütte im Stil einer Kappscheune Schmuckstück am Hektometerstein 91,1

Legen letzte Hand an: Hans Knöpker (l.) und Gerd Overesch von den Hollicher Windmüllern freuen sich über die Fertigstellung der Schutzhütte.

Legen letzte Hand an: Hans Knöpker (l.) und Gerd Overesch von den Hollicher Windmüllern freuen sich über die Fertigstellung der Schutzhütte. Foto: rs

Burgsteinfurt - 

Die Radbahn Münsterland ist um eine Attraktion reicher: Am kommenden Wochenende wird eine weitere Schutzhütte für (Rad-)Wanderer am Standort des früheren Bahnhofs Hollich eingeweiht. Das Projekt wurde komplett ehrenamtlich von den Hollicher Windmüllern umgesetzt.

Von Ralph Schippers

Die älteren Burgsteinfurter werden es noch wissen: Die Bauerschaft Hollich hatte früher einen eigenen Bahnhof. Personen konnten dort, auf der Höhe des Hektometersteins 91.1 der Bahnlinie zwischen Burgsteinfurt und St. Arnold, zwar nicht zusteigen. Aber der ehemalige Betriebsbahnhof hatte hohe verkehrstechnische Bedeutung. Heute gibt es keine Züge mehr, die auf der Strecke fahren und auch keinen Bahnhof mehr. Dafür aber die sich hoher Beliebtheit erfreuende Radbahn. In regelmäßigen Abständen existieren Schutzhütten, die früher einmal Schrankenwärterhäuschen waren. Nicht aber auf dem Streckenabstand von Burgsteinfurt nach St. Arnold. „Das hat uns Hollicher Windmüller schon seit Anbeginn der Radbahn gestört“, sagt Hans Knöpker. Der Bau einer Schutzhütte genau am Standort des ehemaligen Stellwerks – das schwebte dem Vorsitzenden des Förderkreises vor.

2013 wurden die Pläne konkreter, als die Stadt eine Anfrage der Windmüller zur Errichtung einer Radwanderhütte positiv beschied. Bis sich die handwerklich begabten Mühlenliebhaber indes tatsächlich ans Werk machten, wurde es Frühjahr 2016. Jetzt, pünktlich zur Eröffnung der neuen Radwandersaison auf der Radbahn, ist der Unterstand fertiggestellt. Schön klassisch im Stil einer Kappscheune – mit Fachwerk-Ständerbau, offenem Schleppdach und roten Klinkern.

Besonderheiten wie originale Lüftungssteine aus einem Kuhstall oder Solsteine aus Sandstein, die der Apotheker Walter Rose zur Verfügung gestellt hat, machen den Unterstand zu einem wahren Schmuckstück. Alle Arbeiten, so betont Knöpker, seien von den Windmüllern ehrenamtlich durchgeführt worden.

Im Rahmen einer Feierstunde soll die Schutzhütte am kommenden Sonntag (23. April) der Öffentlichkeit übergeben werden. Landrat Dr. Klaus Effing wird zugleich die Radwandersaison eröffnen. Beginn ist um 11.30 Uhr. Für das leiblich Wohl ist gesorgt. Der Unterstand befindet sich in der Nähe des Hauses Hollich 16. Oder, um in der Sprache der Bahner zu bleiben, am Hektometerstein 91,1.

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