Do., 14.01.2016

Jahreshauptversammlung Landfrauen Borghorst „Sie haben es selbst in der Hand“

Die Zweite Vorsitzende  Mathilde Averbeck (l.) begrüße die neuen Mitglieder mit einer Rose. Mit auf dem Foto die Referentin Dr. Bettina Götting (2.v.l.)

Die Zweite Vorsitzende  Mathilde Averbeck (l.) begrüße die neuen Mitglieder mit einer Rose. Mit auf dem Foto die Referentin Dr. Bettina Götting (2.v.l.) Foto: ka

Borghorst - 

„Herzinfarkt ist der Ladykiller Nr. 1 und nicht, wie meist angenommen, der Brustkrebs”, behauptete Dr. Bettina Götting am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung der Landfrauen Borghorst im Restaurant Schünemann. Die Meinung, dass der Herzinfarkt eine typische Männererkrankung ist, gehöre längst der Vergangenheit an.

Von Karl Kamer

Jede zweite Frau über 50 werde an dieser Erkrankung sterben, sagte die Chefärztin der Kardiologie am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück in ihrem sehr sachkundigen, lebendigen und leidenschaftlich gehaltenen Vortrag. Die Frauen fühlten sich nicht gefährdet und die Beschwerden würden bei ihnen ganz anders als bei Männern empfunden und oft fehlgedeutet. Eindeutig sei die „NAN-Regel”. „Alles, was neu ist zwischen Nase, Nabel und den Armen und nach 10 bis 15 Minuten nicht weg ist, ist erstmal ein Herzinfarkt“, sagte die Fachfrau. Auch Unwohlsein, Muskelschmerz, Appetitlosigkeit könnten Alarmzeichen sein und man sollte bei diesen Signalen keine Hemmungen haben, den Notruf abzusetzen.

Höchst Interessant war die Darstellung einer Kathederuntersuchung auf ihrem Laptop. Die Ärztin erklärte dabei mit kurzen Filmen, wie der Kalk in den Adern mit einem Ballon aufgesprengt und ein sogenannter Stent eingesetzt wird. „Sie haben es selbst in der Hand”, rief die Expertin die Frauen dazu auf, eine gute Vorsorge zu betreiben. Das sind: Jeden Tag 14 Minuten Bewegung, eine gesunde Ernährung und Normalgewicht. Risikofaktoren seien ein hoher Cholesterinwert, Nikotin, Diabetes, Übergewicht, die Genetik, das Alter, ein hoher Blutdruck und Stress.

Die Referentin hielt ihren Vortrag kostenlos. Gerne nahm sie aber eine großzügige Spende der Landfrauen an, die sie an ein Schulprojekt in Namibia weiterleiten will.

Die Zuhörerinnen hatten der Kardiologin bei ihrem spannenden, oft auch sehr witzig und in plattdeutscher Sprache gehaltenen Vortrag an den Lippen gehangen und es gab viele Fragen. Da gerieten die Regularien der Versammlung zur Nebensache. Mit großer Freude hat man Irmgard Franke, Gundula und Simone Frieler, Doris Hues, Christel Kursawe – Kroll, Elke Veith, Iris Wöhl, Rita Raestrup, Andrea Spieker – Kreft, Sandra Krühler, Julia Lütke Vorspohl, Elke Raschka und Kathryhn Heckötter in die Gemeinschaft der 177 Landfrauen aufgenommen und durch die Zweite Vorsitzende Mathilde Averbeck mit einer Rose begrüßt. Für ihre langjährige Tätigkeit als Brotbäckerinnen zu den großen Veranstaltungen wurden Christel Drerup und Hedwig Uhlenbrock besonders geehrt.

Die Zweite Vorsitzende hatte die Versammlung, zu der 97 Frauen gekommen waren, eröffnet und zunächst zu einem leckeren Essen eingeladen. Schriftführerin Marita Dömer stellte in ihrem Jahresbericht ein Wellness-Wochenende in Lüneburg besonders heraus. „Das war super, in diesem Jahr geht´s vom 12. bis 14. Februar ins Sauerland.”Über den Kassenstand berichtete die Kassiererin Christel Drerup. Für die Kassenprüferinnen Marlies Wiggers und Siegrid Kolkmann gab es nichts zu beanstanden.

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