So., 17.01.2016

Piechowski-Ausstellung Farbkraft gegen den Winter-Blues

Freuen sich über die Ausstellung: Martina Furchert mit ihren Söhnen Christian und Gerrit Piechowski und einem Selbstbildnis des Künstlers Siegfried Piechowski.

Freuen sich über die Ausstellung: Martina Furchert mit ihren Söhnen Christian und Gerrit Piechowski und einem Selbstbildnis des Künstlers Siegfried Piechowski. Foto: cm

Steinfurt - 

Farbkraft gegen den Winter-Blues: Zu Ehren von Siegfried Piechowski (1930–2000) stellen seine Söhne Christian und Gerrit gemeinsam mit ihrer Mutter Martina Furchert im Huck-Beifang-Haus zahlreiche Arbeiten des regionalen Malers aus.

Von Claudia Mertins

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der Maus Frederick, die im Sommer nicht wie ihre Artgenossen Vorräte sammelt, sondern Sonnenstrahlen und Farben. Und als der Winter sich dann lang, kalt und grau hinzieht und alle Nahrung in der Höhle fast verbraucht ist, erzählt Frederick von bunten Blumen in goldgelben Weizenfeldern und füttert damit die verzagten Mäuse-Seelen . . . Im Huck-Beifang-Haus besteht jetzt die Möglichkeit, den wohltuenden Effekt von leuchtend-luziden Aquarellfarben gegen den Winter-Blues am eigenen Leib zu spüren. Zu Ehren von Siegfried Piechowski (1930–2000) stellen seine Söhne Christian und Gerrit gemeinsam mit ihrer Mutter Martina Furchert dort zahlreiche Arbeiten des regionalen Malers aus.

„Last & Lust“ ist die Werkschau betitelt und drückt so sehr treffend den Spagat aus, den der gebürtige Danziger mit dem großen Talent sein Leben lang machen musste, um seine Familie zu ernähren. Den Unterhalt verdiente der gelernte Grafiker und Illustrator nämlich mit – oft als Last empfundenen – Auftragsarbeiten namhafter Karten-, Kunstdruck- und Kalenderverlage im In- und Ausland. Der untere Ausstellungsraum ist diesen „Postkarten-Motiven“ gewidmet und zeigt besonders die Liebe zum Detail und das versierte technische Können Piechowkis.

Der größere Teil der ausgestellten Bilder entstand jedoch aus purer Lust und Leidenschaft am Malen. „Ich habe mein Leben gemalt, nicht fotografiert“ zitiert ihn seine langjährige Ausstellerin Monika Koch in ihrer Einführungsrede und ergänzt: „Es sind Bilder, die leben und das Leben zeigen, wie es ist. Wunderschöne Blüten explodieren in üppiger Pracht, aber auf dem Tisch liegen verwelkte Blätter, die dazugehören. Wo es blüht, da welkt es auch“. Lust und Last wiederholen sich auch hier.

Die Familie des Malers freut sich über jedes Bild, das einen Liebhaber findet, der Fundus ist groß, vielfältig und bringt Freude und Leichtigkeit in jede „Wohn-Höhle“.

► Öffnungszeiten: 23./24. Januar und 30./31. Januar von 11 bis 18 Uhr, Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße 8.

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