Do., 21.01.2016

Vertrag in trockenen Tüchern Outlaw-Kita zieht an die Wemhöferstiege

Burgsteinfurt - 

Neue Entwicklung in Sachen Outlaw-Kindergarten in Burgsteinfurt: Die derzeit vorübergehend im Ludwigshaus untergebrachten Mädchen und Jungen werden aller Voraussicht nach im kommenden Frühjahr in einen Neubau an der Ecke Wemhöferstiege/Veltruper Kirchweg ziehen. Der Eigentümer des knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstücks beabsichtigt, als Investor für die Drei-Gruppen-Anlage aufzutreten und diese nach Fertigstellung an den Träger zu vermieten. Ein entsprechender Vertrag ist bereit geschlossen, wie aus der Sitzungsvorlage zum kommenden Planungsausschuss hervorgeht.

Von Ralph Schippers

Politik und Öffentlichkeit sind zu beteiligen, weil zuvor der gültige Bebauungsplan zu ändern ist: Das bisher ausgewiesene reine Wohngebiet muss planungsrechtlich in eine allgemeines Wohnareal umgewandelt werden. Hintergrund ist auch, dass im nordwestlichen Teil des Grundstückes zwei Wohngebäude errichtet werden sollen.

Durch die geplante Errichtung der Drei-Gruppen-Anlage an der Wemhöferstiege kann der mangels Alternativen von der unter Zeitdruck stehenden Verwaltung zunächst ins Auge gefasste Standort im „Wäldchen“ an der Lindesaystraße entfallen. Das bereits eingeleitete Verfahren zur Änderung des dortigen Bebauungsplanes – der Planungsausschuss wird sich damit ebenfalls in der kommenden Woche beschäftigen – soll jedoch fortgeführt werden.

Hintergrund: Die Stadt ist bei der Erstellung eines artenschutzrechtlichen Gutachtens auf dem städtischen Grundstück in Vorleistung getreten. Zu Buche stehen 11 600 Euro, die im Rahmen des späteren Verkaufs für eine Kindertagseinrichtung durch den Investor hätten erstattet werden sollen. Zudem sei eine weiterhin hohe Nachfrage nach Baugrundstücken in Stemmert zu verzeichnen, so die Verwaltung. Sie schlägt vor, einen Teil des Grundstücks für Wohnbebauung zu nutzen. Die Rede ist von vier Grundstücken im Bereich des bisher geplanten Kindergartens. Die dort stehenden, ökologisch für das Kleinklima bedeutsamen Bäume sollen weitestgehend erhalten bleiben. Im westlichen, dichter bewaldeten Bereich des rund 5200 Quadratmeter großen Areals soll zudem ein elf Meter breiter Baumschutzstreifen angelegt werden.

Die bis Dezember vergangenen Jahres wegen des Vorkommens des „Großen Abendseglers“ durchgeführte Artenschutzprüfung hatte ergeben, dass die Fledermausart im in Rede stehenden Bereich keine Winterquartiere hat. Bei Einhaltung bestimmter Auflagen, zum Beispiel Aufhängen von Nisthilfen, stehe der vorgesehenen Bebauung nichts im Wege, so die Verwaltung.

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