Fr., 22.01.2016

Dr. Volker Gutberlet geht in den Ruhestand „Es ist gut so“

Dr. Volker Gutberlet an seinem Stehpult im Schulleiter-Büro: Am kommenden Donnerstag geht der 65-Jährige in den Ruhestand. 18 Jahre führte er das Borghorster Gymnasium.

Dr. Volker Gutberlet an seinem Stehpult im Schulleiter-Büro: Am kommenden Donnerstag geht der 65-Jährige in den Ruhestand. 18 Jahre führte er das Borghorster Gymnasium. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Ja, darauf freut sich Dr. Volker Gutberlet wirklich: „Endlich mal Urlaub außerhalb der Schulferien machen.“ Das war es dann aber schon mit den großen Gefühlen. Keine Trauer, kein Jubel, geschweige denn Erleichterung. „Es ist gut so“, sagt der Leiter des Borghorster Gymnasiums mit Blick auf den kommenden Donnerstag. Dann geht der 65-Jährige nach 18 Jahren auf dem Rektorenstuhl in den Ruhestand. Seine ganz persönliche Bilanz: „Ich bin mit mir im Reinen.“

Von Axel Roll

Kollegium, Schüler, Eltern und Schulträger, sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass der gebürtige Wuppertaler in der Rückschau sagen kann: „Ich habe großes Glück gehabt.“ Die Kollegen: ausgesprochen freundlich, liebenswürdig, innovationsfreudig, immer in Bewegung. „Und keine Betonköpfe.“ Schüler wie Eltern: sehr umgänglich. Die Stadt als Schulträger: kooperativ. „Sie hat immer ihr Möglichstes getan.“

Ob seine Grundprinzipien zu diesem durchweg positiven Fazit beigetragen haben? Gutberlet weiß es natürlich nicht, hofft es aber. „Ich habe mich bemüht, berechenbar, glaubwürdig und offen zu sein.“ Außerdem sei ihm immer wichtig gewesen, beide Seiten zu hören.

Aus dem bisher Gesagten zu schließen, in den 18 Jahren habe dem Pädagogen immer nur die Sonne geschienen, ist falsch. Ganztag, Mensa-Bau, G 8, PCB-Sanierung, Selbstständige Schule – nur wenige Schlagworte aus einer bewegten Rektoren-Laufbahn. Darum ist heute nichts mehr, wie es einmal war. „Die Aufgaben haben sich komplett verändert. Viele sind neu dazugekommen. Man ist heute mehr ein Schulmanager.“ Heute müsse die Schule selbst viele neue Ideen entwickeln. Trotzdem: „Ich würde es wieder tun.“

Dabei war der Wechsel damals im Winter 1998 durchaus ein Wagnis, wie Dr. Volker Gutberlet findet. Der Lebensmittelpunkt seiner Familie war damals Warendorf. Er unterrichtete am dortigen Mariengymnasium, als er sich für die freigewordene Stelle in Borghorst bewarb. Dass es sich in Steinfurt gut leben lässt, merkten die Gutberlets dann schnell. So gut, dass sie keinen Gedanken daran verschwenden, zum Beispiel zurück nach Warendorf zu gehen. Highlight Nummer eins in Steinfurt ist für den scheidenden Schulleiter die Bagno-Konzertgalerie.

300 Gäste werden am Donnerstag beim Schritt in den Ruhestand dabei sein. Darunter die beiden Vorgänger von Dr. Volker Gutberlet: Werner Drees und Helmut Stroot. Was er sich für die Schule wünscht? Der Fast-Pensionär muss für eine Antwort nicht lange überlegen: „Dass die Schule ihr Profil behält.“

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