Mo., 25.01.2016

Nachhaltigkeit Nährstoffe im Kreislauf

KREIS STEINFURT - 

Gerade im Hinblick auf einen geschlossenen Nährstoffkreislauf ist es erforderlich wertvollen Wirtschaftsdünger einzusetzen. Und das emissionsarm, sowie pflanzen- und bodengerecht. „Das ist eine Herausforderung, die wir auch vor dem Hintergrund der neuen Düngeverordnung offensiv angehen“, sagt Hendrik Uhlenbrock von der Nährstoffbörse Maschinenring Steinfurt-Bentheim (MR).

Die Thematik beschäftigt viele Landwirte im Kreis und auch den Maschinenring Steinfurt-Bentheim (MR): Wie kann es gelingen, den in den Ställen anfallenden hochwertigen Wirtschaftsdünger gut in den Nährstoffkreislauf zu bringen? Das Ziel lautet dabei: Die Ackerflächen mit wichtigen Nährstoffen optimal zu versorgen und das ohne die Böden oder Grund- und Oberflächenwasser zu belasten.

„Das ist eine Herausforderung, die wir auch vor dem Hintergrund der neuen Düngeverordnung offensiv angehen“, sagt Hendrik Uhlenbrock von der Nährstoffbörse des MR. Und das nicht erst seit gestern. „Wir arbeiten seit Jahren intensiv an innovativen Lösungen, die effektiv aber auch wirtschaftlich darstellbar sind“, so Uhlenbrock. „Lange beschäftigen wir uns schon mit einer Güllevergärungsanlage, die im Bioenergiepark in Saerbeck realisiert werden könnte“, erklärt Uhlenbrock.

Im Weg stehen da noch zwei wichtige Faktoren: Die bislang geringe Erfahrung auf diesem Gebiet und die technische Umsetzung sowie die Wirtschaftlichkeit. „Langfristig wird uns das Thema aber weiter begleiten“, sagt Uhlenbrock.

Eine praktikable Lösung ist die Gülle-Separation. Eine neuartige Zentrifuge trennt auf den Höfen unter anderem abgesetzte Sauengülle in eine feste und eine flüssige Phase. Die flüssige Phase mit deutlich reduziertem Phosphorgehalt und vollwertigem Stickstoff- und Kalianteil verbleibt auf den Höfen (Hochbehälter) und kann bedarfsgerecht auf die landwirtschaftlichen Flächen zur Düngung aufgebracht werden. Die feste Phase ist transportwürdig und wird in die Ackerbauregionen mit geringer Tierhaltung als hochwertiger Dünger geliefert. Geeignet ist das feste Separat auch für Biogasanlagen, um den Anteil an Energiepflanzen (zum Beispiel Mais) zu verringern.

Wie kommt die Zentrifuge nun auf die Höfe, insbesondere auf Schweine haltende Betriebe? „Die Koordination übernehmen wir von der Nährstoffbörse“, erklärt Uhlenbrock. Die Nährstoffbörse ist für die Vermittlung der Gülle in NRW zertifiziert. Als Kooperationspartner arbeitet der Maschinenring mit der Raiffeisen Emsland-Süd zusammen. Die Raiffeisen Emsland-Süd verfügt über eine hoch leistungsfähige Zentrifuge (die sonst in der Klärschlammaufbereitung zum Einsatz kommt).

Die Zentrifuge kann auf den interessierten Betrieben direkt vor Ort eingesetzt werden. „Wichtig ist, dass die Voraussetzungen auf den Höfen stimmen und wir die Einsätze bündeln können“, erklärt Uhlenbrock. Denn auch die Logistik muss genau angepasst werden.

Die separierte Phase des Düngers wird direkt vom Hof verladen, nicht zwischengelagert, sondern direkt aus dem Münsterland in die nachfragenden Regionen gebracht. „Auch das ist unsere Aufgabe“, erklärt Uhlenbrock. „Wir haben mit Christiane Niederschmidt eine Mitarbeiterin eingestellt, die sich komplett um die Nährstoffvermarktung und -verteilung kümmert. Wir sind sicher, dass so die Nährstoffbilanz im Kreis schon kurzfristig ausgeglichen werden kann.“

Alle Informationen rund um die Separation erhalten interessierte landwirtschaftliche Betriebe beim MR im Grünen Zentrum in Saerbeck, Telefon 0 25 74 / 93 91 00

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3760888?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F