Anzeige

Di., 26.01.2016

Sicherheitskonzept überarbeitet Mehr Polizei beim Umzug

Die Kehrmaschine hatte im vergangenen Jahr erheblich weniger Arbeit.

Die Kehrmaschine hatte im vergangenen Jahr erheblich weniger Arbeit. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Die Polizei hat keinerlei Hinweise, dass der Rosensonntagsumzug ähnlich ausarten könnte wie die Silvesternacht in Köln. Trotzdem. „Wir tragen den Geschehnissen Rechnung“, sagt Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. So haben die Beamten in Kooperation mit dem örtlichen Ordnungsamt und dem Veranstalter das Sicherheitskonzept angepasst. Konkret spricht Reiner Schöttler von einer erhöhten Präsenz der Polizei, uniformiert und zivil.

Von Axel Roll

„Wir werden aber auch niederschwellig einschreiten, wo wir es für angebracht halten“, betont der Polizeisprecher. Mit diesem „frühzeitigen Intervenieren“ wollen die Beamten Auseinandersetzungen oder „Randale“ quasi im Keim ersticken. Gleichzeitig verspricht Schöttler aber, dass die Beamten entlang des Zuges keine Spielverderber sein wollen: „Die Steinfurter sollen in Ruhe Karneval feiern können.“

„Mehr als bewährt“ hat sich im vergangenen Jahr das Glasverbot in der Innenstadt, wie Johannes Schencking vom zuständigen Fachdienst der Stadt bilanziert. Das habe insbesondere die Stadtreinigung positiv registriert. Im Vergleich zu den Vorjahren habe es nur noch „minimal“ Scherben gegeben. Darum seien die Aufräumarbeiten sehr viel entspannter über die Bühne gegangen. Vom geminderten Verletzungsrisiko gar nicht zu reden. Das Fazit des Fachdienstes Ordnung: „Das Verbot hat voll gezogen.“

Zur Durchsetzung wird es am Rosensonntag wieder Bauzäune rund um den Roten Platz geben. An den Durchgängen werden Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die feierwilligen Narren auf Glas in Taschen und Rucksäcken kontrollieren. Auch im Vorjahr, so Johannes Schencking, hat es dabei keine größeren Probleme gegeben. Die Karnevalisten hätten bis auf ganz wenige Ausnahmen Verständnis gezeigt.

Schon seit Jahren haben die Ordnungskräfte ein Auge auf Jugendliche, die mit scharfen, flüssigen Sachen hantieren. Da ist es auch schon mal passiert, dass uneinsichtige 15-Jährige ihren Wodka in den Gully kippen mussten. Unter dem Motto „Keine Kurzen für die Kurzen“ haben die Verantwortlichen wieder ein ganzes Bündel von Maßnahmen zusammengefasst, mit denen Alkoholmissbrauch verhindert werden soll.

Für Unglücksfälle sind natürlich auch wieder ein Notarzt und die Freiwilligen des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort.

Leserkommentare

Google-Anzeigen
Anzeige

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3762965?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F