Fr., 26.02.2016

Ausschuss beschließt den Verzicht auf Sommerblumen Steinfurt wird grauer

Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen sich künftig nicht mehr um Blumen in Kübeln kümmern.

Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen sich künftig nicht mehr um Blumen in Kübeln kümmern. Foto: ar

Steinfurt - 

Steinfurt wird grauer. In diesem Frühjahr werden die Mitarbeiter des Bauhofs erstmalig keine Sommerblumen in die städtischen Kübel pflanzen. Der Nothaushalt lässt grüßen. Durch den Verzicht auf Stiefmütterchen, Petunien und Co. spart die Stadt eine Stelle am Bauhof ein. Der Hauptausschuss hat‘s am Donnerstag so beschlossen.

Von Axel Roll

40 000 Euro an Personalkosten können somit gut geschrieben werden. Wie Baubetriebsamtsleiter André Homölle am Rande der Hauptausschusssitzung erläuterte, kalkuliert er für die Pflege der Sommerblumen im Jahr 0,7 Stellen ein. Dabei verursacht weniger das Pflanzen den Aufwand, sondern im Nachgang das Gießen und Unkraut jäten.

Schon im Bauausschuss hatten sich die Fraktionen Gedanken um eine preisgünstige Alternative zu den Kübelblumen gemacht. Die FDP hatte zusätzlich beantragt, die überflüssigen Behältnisse in der Stadt gänzlich abzuräumen. Die Bauexperten hatten sich darauf verständigt, die Betoneimer mit Wildblumensamen zu befüllen.

Wie Technischer Beigeordneter Reinhard Niewerth am Donnerstag erläuterte, ist es keineswegs so, dass es in der Mehrzahl Kübel sind, die einfach nur so dastehen, wie es FDP-Fraktionschef Günther Hilgemann vermutet hatte. „Sie stellen in vielen Fällen eine Verkehrsbremse da“, betonte der Baudezernent. Sie seien vor vielen Jahren als Platzhalter für Baumtore auf die Straßen gestellt worden. Zum Austausch sei es dann nie gekommen. In der Borghorster Fußgängerzone seien die mobilen Blumenbeete auf Initiative der Werbegemeinschaft aufgestellt worden.

CDU-Ratsherr Hans Günter Hahn machte den Vorschlag, für die Kübel Paten zu finden, die das Bepflanzen und die Pflege übernehmen könnten.

Nicht weiter verfolgt wird der Antrag der GAL, sich einmal Gedanken um eine Sondernutzungsgebühr für öffentliche Flächen zu machen, wie es sie zum Beispiel schon in Greven gebe. Bei einer Einführung müssten Gastronomen, die ihre Tische und Stühle in die Fußgängerzone stellen oder Einzelhändler, die draußen ihre Kleiderständer aufbauen, zur Kasse gebeten werden. Aber auch das Absperren eines Bürgersteigs wegen Bauarbeiten gäbe es nicht mehr zum Nulltarif. Bislang wird in solchen Fällen nur eine pauschale Verwaltungsgebühr erhoben.

Zum Thema

Was halten Sie von dem Beschluss, künftig auf Sommerblumen in den Innenstädten zu verzichten? Schreiben sie uns: redaktion.bor@wn.de

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