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Do., 01.12.2016

Der Umgang mit der 112 Nur für den echten Notfall

Natürlich ist es auch die demografische Entwicklung, die die Fallzahlen beim Rettungsdienst in die Höhe treibt. Eine Rolle dürfte aber auch die schlechter gewordene Versorgung außerhalb hausärztlicher Dienstzeiten spielen: Da wird auch bei Lappalien einfach mal die 112 gewählt, obwohl die nur bei lebensbedrohlichen Szenarien angesagt wäre. Ein Kommentar.

Das zu verhindern, ist nicht so einfach. Und so werden die Fallzahlen und Kosten weiter steigen. Schon ist ein weiteres Gutachten für die Jahre nach 2018 in der Überlegung. Solange die Krankenkassen und deren Mitglieder zahlen, wird das Rettungsdienstniveau hoch bleiben; technischer Fortschritt trägt ein weiteres zur Verbesserung bei.

Gefahr droht dagegen vom Personal. Notärzte und Rettungsassistenten sind immer schwieriger zu finden. Da ist es gut, dass der Kreis bei der Notfallsanitäterausbildung einspringt und in Vorleistung geht. Dennoch: Immer weiter nach oben wird sich die Rettungsdienstspirale auf Dauer nicht drehen können. Bevor eine Diskussion um die Standards einsetzt und beispielsweise Ankunftsfristen verlängert werden, muss eine Rückbesinnung darauf beginnen, dass die 112 nur für den echten Notfall reserviert ist.

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