Mo., 19.06.2017

Stadion des SC Preußen Borhorst CDU schießt scharf

Platzwart Michael Barbato wird auch in den kommenden Jahren noch an der Gräfin-Bertha-Straße seiner Arbeit nachgehen, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Platzwart Michael Barbato wird auch in den kommenden Jahren noch an der Gräfin-Bertha-Straße seiner Arbeit nachgehen, ist die Bürgermeisterin überzeugt. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Ein Sportverein ohne Sportgelände. Gibt es nicht? Vielleicht doch. Denn noch steht nicht fest, ob der SC Preußen Borghorst auch im Jahr 2018 das Gelände an der Gräfin-Bertha-Straße nutzen kann. Als im Februar der Verkauf des Grundstücks an ein Tochterunternehmen der Baufirma Arning öffentlich wurde, zeigte sich Geschäftsführer Michael Fieke optimistisch, dass das Stadion dem Sportverein sowie Schulen und Kindergärten auch in 2018 und darüber hinaus zur Verfügung steht. Diese Einschätzung gilt auch noch heute, bestätigt Oliver Hock, ebenfalls Geschäftsführer der Firma Arning. Eine Einigung über eine Pachtverlängerung mit der Stadt sei bislang aber nicht erzielt. Wie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer erläuterte, gehen die Verhandlungen in der nächsten Woche in die heiße Phase.

Von Axel Roll und Vera Szybalski

Die für Ende Mai angepeilte Einigung kam nicht zustande, als nächster Termin sei ihm dann Ende Juni genannt worden, sagt Karl-Heinz Brinkert. Nervös wird der Preußen-Vorsitzende (noch) nicht: „Ich werde im Moment nicht unruhig. Ich gehe davon aus, dass die Nutzung auf dem jetzigen Gelände noch drei bis vier Jahre möglich ist.“ Ansonsten müsse die Stadt für eine adäquate Alternative sorgen.

Auch in der Politik gibt es bei dem Thema Bewegung: Als die CDU Borghorst sich vor Ort beim Stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Reinhard Rotterdam über den aktuellen Sachstand informierte, warfen verschiedene Teilnehmer die kritische Frage auf, wer denn bei der Stadt geschlafen habe. Durch einen Blick in die Verträge hätte man wissen können, wann der Pachtvertrag endet, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten. Sie stellen die Frage: „Warum hat die Stadt ihr verbrieftes Vorkaufsrecht nicht rechtzeitig genutzt oder mit dem vormaligen Grundstückseigentümer eine akzeptable Lösung gesucht?“ Günter Marquard, Vorsitzender der CDU Borghorst, stellte klar, dass seine Fraktion mit der Entwicklung absolut unzufrieden sei. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer kann diese Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. So sei die Behauptung, die Stadt besitze ein Vorkaufsrecht, falsch. Bögel-Hoyer wörtlich: „So ein Recht haben wir nicht.“ Außerdem sei der Verkauf des Geländes Ende vergangenen Jahres ohne Wissen der Stadt über die Bühne gegangen. Erst im Januar habe die Verwaltung davon erfahren. Der Eigentümer der Fläche habe die Stadt bewusst heraushalten wollen.

Die Einlassung der CDU kann die Bürgermeisterin auf vor dem Hintergrund nicht verstehen, dass es im Vorfeld interfraktionelle Runden gegeben habe, in denen die Verwaltung über den Stand der Dinge umfassend informiert habe.

Claudia Bögel-Hoyer geht davon aus, dass sich in nächster Zeit keine Änderungen für den Sport ergeben werden. Das Areal sei Gemeinbedarfsfläche und dürfe somit nicht bebaut werden. Nur mit dem Willen der Politik könne es in Bauland umgewandelt werden. „Das weiß auch der neue Eigentümer.“ So seien beide Seiten an einer einvernehmlichen Einigung interessiert.

Gekauft hatte Arning das Sportgelände an der Gräfin-Bertha-Straße, um es auf lange Sicht in Bauland umzuwandeln. In den Verhandlungen der Stadt wird es deshalb wohl auch um einen neuen Standort für ein Stadion gehen. In dem Zusammenhang wird immer wieder ein Gelände neben der Realschule am Buchenberg bis zur Burgsteinfurter Straße genannt. Im Flächennutzungsplan ist dieses Gebiet als Sportfläche ausgewiesen, tatsächliche Baurechte für ein Stadion gibt es allerdings noch nicht.

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