Mo., 17.07.2017

Bogenschützen des TB Burgsteinfurt Pfeil und Bogen statt Hundegebell

Die Bogenschützen des TB Burgsteinfurt haben am Samstag offiziell das Gelände des Schäferhundevereins RSV2000 Steinfurt inklusive Vereinsheim übernommen. Ab Herbst wollen die Bogenschützen auf dem dann umgebauten Platz trainieren.

Die Bogenschützen des TB Burgsteinfurt haben am Samstag offiziell das Gelände des Schäferhundevereins RSV2000 Steinfurt inklusive Vereinsheim übernommen. Ab Herbst wollen die Bogenschützen auf dem dann umgebauten Platz trainieren. Foto: lem

BORGHORst - 

Die Bogenschützen des TB Burgsteinfurt trainieren bald dort, wo sich eigentlich das Hoheitsgebiet des benachbarten Sportvereins TV Borghorst befindet. Also für alteingesessene Stemmerter eigentlich auf „Feindesland“.

Von Matthias Lehmkuhl

Der Schäferhundeverein RSV2000 Steinfurt übergab am Samstag offiziell seinen Übungsplatz an der Tappenstiege/Ecke Auf dem Windhorst in der Borghorster Bauerschaft Dumte.

Wo genau sich das Gelände befindet, berührt Joachim Janning, Leiter der Abteilung Bogenschützen beim Turnerbund, kaum. „Wir sind froh, dass wir endlich ein neues Trainingsgelände haben. Egal ob in Burgsteinfurt oder Borghorst“, unterstrich der Neuenkirchener. Die bisherige Übungsstätte am VR-Bank-Stadion darf wegen erhöhter Auflagen nicht mehr betrieben werden. Da traf es sich hervorragend, dass der RSV2000 sein fast Fußballfeld großes Areal abgeben wollte. „Wir sind nur noch vier Vereinsmitglieder und sind deshalb nicht mehr in der Lage gewesen, das Gelände zu bewirtschaften“, erklärte Peter Diedrichkeit, Erster Vorsitzender des Schäferhundevereins.

Ursprünglich wollten die Prinzen-Schützen auf diesem Platz ihre Vogelstange aufstellen. Doch aufgrund vieler Proteste von Anwohnern und strengerer Auflagen musste die Stadt Steinfurt dem Schützenverein eine Absage erteilen.

„Anfang des Jahres kam dann der städtische Planungsamtsleiter Stefan Albers auf uns zu und bot uns dieses Gelände an“, schilderte Janning. Harte Verhandlungen mit dem RSV2000 schlossen sich an. Schließlich musste auch das Vereinsheim des Schäferhundevereins übernommen werden.

Einfacher war es mit Josef Große Kleimann, Eigentümer und Verpächter des Areals: „Wir haben uns schnell einigen können.“ Dörte Michels, hauptamtlicher Vorstand des TB Burgsteinfurt, ergänzte: „Der Turnerbund musste natürlich die Kosten im Blick haben. Aber wir haben dann doch ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt, mit dem beide Seiten leben können. Der neue Pachtvertrag läuft über zehn Jahre.“ Auch die Überzeugungsarbeit mit den zunächst skeptischen Nachbarn fruchtete.

Die Bogenschützen gehören zu der Abteilung des TBB mit den größten Zuwächsen. „Wir sind aktuell mehr als 60 Mitglieder und haben fast täglich Anfragen“, so Janning. Vor allem im stark umkämpften Jugendbereich punkten die Bogenschützen.

Jetzt sind die Mitglieder der Abteilung am Zug und richten das fast 130 Meter lange Gelände für ihre Zwecke her. Das wichtigste Utensil für die Sicherheit sind Pfeilfangzäune, die aufgehängt werden müssen. Auch das Vereinsheim wird einer Rosskur unterzogen.

Auf dem Grundstück ist zurzeit allerdings nur das Training möglich. Wettkämpfe können dort nicht ausgetragen werden. Die Größe des Geländes entspricht nicht den Anforderungen. Janning: „Aber wir haben die Option von Josef Große Kleimann erhalten, das benachbarte Areal pachten zu können. Dann wären dort Wettkämpfe möglich. Warten wir mal ab, wie es zukünftig bei uns läuft.“

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Wir sind froh, dass wir endlich ein neues Trainingsgelände haben.

Joachim Janning

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