Mi., 19.07.2017

Abbruchgenehmigung liegt vor Eine Kirche ohne Schiff

Borghorst - 

Im Herbst wird in der Gemeinde St. Nikomedes enger zusammengerückt. Denn die erste Genehmigung für den Rückbau der Marienkirche liegt vor. Im Oktober soll mit den Arbeiten begonnen werden. Das Hauptschiff wird fast vollständig verschwinden, kurz vor dem Chorraum wird es abgebrochen, ein neuer Giebel schließt das Gebäude künftig ab. Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit zwischen sieben und neun Monaten.

Von Vera Szybalski

Den von der Gemeinde befürworteten Rückbau bis zum ersten Joch genehmigte das Bistum Münster nicht. Die Pfarrgemeinde wollte die zehn Meter des Kirchenschiffs erhalten, das Bistum wollte null, geeinigt haben sie sich auf zwei. Damit wird ein barrierefreier Zugang in den neuen Gottesdienstraum und neuen Saal ermöglicht. Die kleinere Variante lässt nach Auskunft der Gemeinde noch genügend Platz für Gottesdienste.

Den in der größeren Alternative geplanten Raum hätte die Gemeinde als Entree genutzt. Das Bistum lehnte dies laut Pfarrer Markus Dördelmann als „nicht zwingend nötig“ ab. Mit dem Kompromiss kann er leben. Dass nicht alle Wünsche umgesetzt werden, müsse man im Kontext sehen: „Das Bistum pumpt sehr viel Geld nach Steinfurt.“

Neben dem Rückbau der Marienkirche fließt auch noch Geld für die Sanierung des Schieferdachs der Nikomedeskirche in die Gemeinde. Für die Erneuerung sind insgesamt rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Mit der Sanierung des Gewölbes wurde bereits im vergangenen Jahr begonnen, für das Hauptschiff fehlt noch die Genehmigung.

Für die Bauarbeiten an der Marienkirche steht hingegen der Zeitplan. Am 15. Oktober wird um 11 Uhr die letzte Heilige Messe gefeiert. Mit Start der Herbstferien sollen die Kunstwerke und das Inventar ausgeräumt und die Fenster ausgebaut werden.

An der Stelle des Kirchenschiffs wird es im kommenden Jahr statt Gottesdienstbesuchern Kindergewusel geben. Der St.-Theresia-Kindergarten bezieht dort sein neues Heim und bleibt nur noch während der Bauzeit in seinem alten Gebäude gegenüber der Kirche. Der Bau wird von Investor Marc Arning gestemmt, die Gemeinde mietet das Areal anschließend an. Ohne Übergangslösung soll der Kindergarten dann in das neue Zuhause einziehen. Der Baubeginn ist für Mitte bis Ende August geplant, die Fertigstellung hängt laut Dördelmann auch vom Winter ab: „Wir hoffen, dass wir im Frühsommer drin sind.“

Das jetzige Gelände des St.-Theresia-Kindergartens will die Gemeinde abgeben, um Kosten zu decken: „Ein Teil des Geldes wird für die Finanzierung des Rückbaus benötigt“, erklärt Dördelmann. Zwei Interessenten haben sich schon gemeldet. Unklar ist aktuell noch, ob das Areal verkauft oder lediglich vermietet wird.

Das Don-Bosco-Heim bleibt von den Bauarbeiten unberührt. Es dient während der Umbauphase allerdings als Heimstätte für die Werktagsmessen. Der Ankauf der Villa Fleiter steht zudem unmittelbar bevor, im nächsten Jahr sollen dort alle Büros zusammengezogen werden, vom Pfarrbüro über die Verbundleitung der Kindertagesstätten bis zum Kreisbildungswerk.

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