Mi., 13.09.2017

Leader-Projekt kurz vor der Genehmigung Steinfurter Land gemeinsam vermarkten

Steinfurt - 

Gemeinsam sind wir stark – eine Binsenweisheit, die in der regionalen Tourismusförderung noch viel zu wenig beherzigt wird. Findet nicht nur Marion Niebel als Geschäftsführerin der Steinfurter Marketing und Touristik (SMarT). Ein Leader-Projekt soll Abhilfe schaffen und die Kräfte der Städte und Gemeinde rund um Steinfurt bündeln. Eckpunkte des Vorhabens stellte die SMarT-Chefin am Mittwochabend den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses vor.

Von Axel Roll

Wie es gehen könnte, zeigen die Kommunen des Tecklenburger Landes. Dort gibt es nämlich schon eine Arbeitsgemeinschaft, die die gemeinsamen touristischen Interessen nach außen vertritt. „Diese Ebene fehlt bislang im Steinfurter Land“, bedauert Marion Niebel.

Wahrnehmung als Fremdenverkehrsregion im Gesamten, Imagebildung, überregionale Vermarktung, Kommunikation und Austausch – das sind nach Darstellung der Tourismus-Expertin nur einige Vorteile von vielen, die die hiesigen Städte und Gemeinden von so einem Zusammenschluss hätten. Geographisch schlägt Niebel dabei einen Bogen, der von Ochtrup bis Altenberge und von Schöppingen bis Steinfurt reicht.

Gemeinsame Berührungspunkte gibt es einige, ist die SMarT-Geschäftsführerin überzeugt. Auf der Hand liegen sie zum Beispiel bei der Aa-Vechte-Tour und der Radbahn. In anderen Bereichen könnten stadtübergreifende Projekte wie Wanderwege und ähnliches erarbeitet werden. Die ganze Geschichte hat einen Haken: Der Zusammenschluss kostet die Städte trotz eines möglichen Leader-Zuschusses Geld. Nach Darstellung von Marion Niebel war bis vor wenigen Tagen ein Restbetrag von 23 000 Euro nicht gedeckt – bei kalkulierten Gesamtkosten von 180 000 Euro. Die letzte finanzielle Lücke schließt jetzt die Kreissparkasse.

Grundsätzlich entwickelt sich in Steinfurt der Tourismus positiv, so die SMarT-Geschäftsführerin. Führungen und Übernachtungszahlen zeigen eine positive Tendenz. Auch die Konzertgalerie gewinne an Bedeutung. „Nach wie vor ist die Bettenzahl in Steinfurt problematisch“, sprach Niebel fehlende Hotelkapazitäten an.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5148574?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F