Fr., 27.10.2017

Container für die Schule am Bagno Klassenraum statt Notunterkunft

20 Einzelcontainer wurden in dieser Woche demontiert, zur Schule transportiert, aufgebaut und auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt. Ein Fachunternehmen schraubte alles zu einem großen Block (kl. Bild) zusammen.

20 Einzelcontainer wurden in dieser Woche demontiert, zur Schule transportiert, aufgebaut und auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt. Ein Fachunternehmen schraubte alles zu einem großen Block (kl. Bild) zusammen. Foto: Hilgemann/Held

burgsteinfurt - 

An der „Schule am Bagno“ werden derzeit 20 Container zusammenmontiert und mit zusätzlichen Fenstern und neuen Fußböden ausgestattet. Sie sollen helfen, die Raummisere der Hauptschule zu mildern.

Von Detlef Held

„Die Schule platzt aus allen Nähten“, erklärt Detlef Bogs, Hochbauamt-Fachbereichsleiter der Stadt. „Durch die Container stehen der Schule etwa 350 Quadratmeter mehr als Klassen- und Aufenthaltsräume zur Verfügung.“

Die Aufstellung der Container erfolgt im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“. Geplant ist, die Freizeitangebote der Schule, des Offenen Ganztages oder der Übermittagbetreuung hierher zu verlagern. Auch können einige der Räume beispielsweise für den zusätzlichen Förderunterricht „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) genutzt werden.

Insgesamt 23 Container wurden 2016 per Mietkauf von der Stadt als Notunterkünfte angeschafft, um für Geflüchtete eine Unterbringungsmöglichkeit zu haben. „Da seinerzeit unklar war, wie viele Menschen noch kommen würden, entschloss man sich bei der Stadt, die Container nicht zu leasen, sondern zu kaufen“, erklärt Detlef Bogs. „Die Anschaffungskosten lagen bei etwas mehr als 100 000 Euro. Das war kostengünstiger als die Leasinggebühren, zumal zu erwarten war, dass diese Notunterkünfte über einen längeren Zeitraum gebraucht würden.“

Die Container wurden in Burgsteinfurt ergänzend zu den Traglufthallen neben dem Wertstoffhof aufgestellt. Hier waren Ärzte, Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die mit der Leitung der Flüchtlingsunterkunft beauftragt worden waren, Dolmetscher oder auch Sicherheitskräfte untergebracht. Ende vergangenen Jahres wurden die Hallen nicht mehr benötigt und abgebaut.

Die Container wurden in dieser Woche demontiert, zur Schule transportiert, wieder zusammengesetzt und dann auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt. Am gestrigen Freitag haben zwei Fachkräfte des Unternehmens Vortkamp aus Heek – das Unternehmen ist spezialisiert auf Containerbau – die Container zu einem ganzen Block zusammengeschraubt. „Eine filigrane Arbeit, da alles genau passen muss“, so die Fachleute. „Als nächster Schritt werden neue Fußböden eingesetzt, die den Belastungen eines Schulalltages Rechnung tragen“, erklärt Detlef Bogs. Es werden auch zusätzliche Fenster eingebaut, ebenso einige Türen. Zusätzlich wird ein Satteldach auf die Gesamtfläche montiert. Das Dach selbst hat nur eine Höhe von etwa 60 bis 80 Zentimetern. Die Außenwände werden verkleidet, Versorgungsleitungen (Elektro/Sanitär) angeschlossen. Ende November sollen die Schulcontainer einsatzbereit sein.

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