Do., 07.12.2017

Firma Gözze will Plastikmüll reduzieren Weniger Tüten, mehr Spenden

Das Gözze-Team hat gut Lachen: Durch die Schutzgebühr von 20 Cent pro Tüte wurde beim Werksverkauf nur ein Fünftel der Vorjahresmenge ausgegeben.

Das Gözze-Team hat gut Lachen: Durch die Schutzgebühr von 20 Cent pro Tüte wurde beim Werksverkauf nur ein Fünftel der Vorjahresmenge ausgegeben. Foto: Axel Roll

Borghorst - 

Eigentlich ging es Wolfgang Gözze nur darum, aus Gründen des Umweltschutzes den Plastiktütenverbrauch beim vorweihnachtlichen Werksverkauf zu senken. „Darum haben wir in diesem Jahr erstmalig 20 Cent für jede Tüte genommen“, erläutert der Textilunternehmer. „Geld verdienen wollten wir damit nicht.“

Von Axel Roll

Von vorneherein war klar, dass der Betrag, der dadurch zusammenkommt, einem wohltätigen Zweck gespendet werden sollte. Da diese relativ geringe Schutzgebühr dazu geführt hat, dass die Tüten-Abnahme rapide in den Keller gegangen ist – Petra Gözze: „Das ist nur noch ein Fünftel der Vorjahresmenge“ – hatte das Ehepaar Gözze jetzt ein kleines Problem. Zum einen freute sich der naturverbundene Firmenchef, dass er einen Beitrag zur Plastikmüllvermeidung leisten und damit die Aktion „Steinfurt tüt was“ unterstützen konnte.

Zum anderen fiel jetzt aber der Spendenbetrag, den er für die Kinderkrebsstation des münsterischen Universitätsklinikums vorgesehen hatte, relativ bescheiden aus. Wolfgang Gözze: „Das wäre nur ein höherer dreistelliger Betrag gewesen.“

Was tun? Der Unternehmer musste nicht lange überlegen: „Wir haben den Betrag dann selber aufgestockt.“ Und das nicht unerheblich. So wird die Kinderkrebsstation einen Betrag von 10 000 Euro überwiesen bekommen. „Aus persönlicher Betroffenheit liegen mir die Kinder, die dort behandelt werden müssen, besonders am Herzen“, erläutert Wolfgang Gözze. Er weiß: „Dort wird hervorragende Arbeit geleistet.“

Vor ziemlich genau einem Jahr machte der Unternehmer mit seinem Riesenbanner entlang seines Lagers in Wilmsberg Schlagzeilen. Die Aufforderung, alles für den Weltfrieden zu tun, gefiel nicht nur den auf der Bundesstraße vorbeifahrenden Autofahrern gut. In den sozialen Netzwerken wurden die Bannerbilder von über 100 000 Nutzern gesehen, der Beitrag wurde 1000 Mal geteilt. Wolfgang Gözze schmunzelt: „Vielleicht bekommen wir jetzt auch das ein oder andere Like. Die Mitarbeiter würden sich sehr darüber freuen.“

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