Rezepte gegen den Winterblues
Raus an die frische Luft!

steinfurt -

Vielen Menschen macht derzeit das trübe Wetter zu schaffen: Sie kommen morgens nur schwer in Schwung. Das kommt nicht von ungefähr: Dieser Winter ist der dunkelste seit vielen Jahren.

Mittwoch, 03.01.2018, 15:01 Uhr

Dunkle Wolken über Stemmert: Der Dezember war auch in Steinfurt so trüb wie lange nicht mehr.
Dunkle Wolken über Stemmert: Der Dezember war auch in Steinfurt so trüb wie lange nicht mehr. Foto: rs

Vielen Menschen macht derzeit das trübe Wetter zu schaffen: Sie kommen morgens nur schwer in Schwung. Das kommt nicht von ungefähr: Dieser Winter ist der dunkelste seit vielen Jahren. Für die Landeshauptstadt Düsseldorf beispielsweise verzeichneten die Wetterfrösche im Dezember nur ganze zwölf Sonnenstunden, so duster war es seit mehr als 15 Jahren nicht mehr. Zugleich fiel die höchste Menge an Regen seit einem Vierteljahrhundert. Die Zahlen für Steinfurt mögen da nicht weit entfernt liegen.

Kein Wunder also, dass viele der Winterblues gepackt hat. Das merken auch die Hausärzte in ihren Praxen. „Es gibt derzeit viele Patienten, die über ein Stimmungstief klagen“, sagt beispielsweise Dr. Volker Leiß von der Gemeinschaftspraxis Dres. Lindenbaum, Leiß und Kramer in Borghorst. Hinzu komme, dass in Steinfurt derzeit eine hartnäckige Welle grippaler Infekte grassiert. Beides zusammen sorgt für volle Praxen.

Vielfach seien die Stimmungstiefs auf einen akuten Vitamin-D-Mangel zurückzuführen. „Dieses Vitamin kann nur bei Sonnenschein auf nackter Haut gebildet werden“, weiß der Allgemeinmediziner. Ist der Vitamin-D-Spiegel nach vielen Dunkel-Wochen im Keller, verhagelt das die Stimmung und auch das Immunsystem ist angegriffen.

Um dem berüchtigten Winterblues vorzubeugen, rät Leiß, trotz des trüben Wetters wann immer es geht nach draußen zu gehen. „Frische Luft und Bewegung sind das beste Rezept, um die momentan schwierige Phase zu überstehen“, betont Leiß. Aber auch einer ausgewogenen Ernährung und einer allgemein gesunden Lebensführung misst er hohe Bedeutung zu.

Künstliche Lichtquellen, die das reale Tageslicht ersetzen können, hält Leiß in Verbindung mit einer gezielten Vitamin-D-Einnahme ebenfalls für eine gute Option. „Letzteres hat in der jüngsten Vergangenheit eine Renaissance erlebt“, so der Arzt, der darauf hinweist, dass die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen.

Von dem bloßen Stimmungstief ist die Winterdepression zu unterscheiden. Diese ist eine behandlungsbedürftige Krankheit und erfordert eine Therapie. Wer sich dauerhaft beeinträchtigt fühlt, sollte sich daher nicht scheuen, zum Arzt zu gehen, rät das Kompetenzzentrum Depression.

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