Diskussion um Verkehrsberuhigung
Betonkübel raus und Bäume rein

Steinfurt -

220 Betonkübel stehen auf Steinfurts Straßen, damit die Autofahrer in den Wohngebieten den Fuß vom Gas nehmen. „Das sind Provisorien“, gab Wolfgang Spille, Fachdienstleiter Tiefbau, am Mittwochabend vor den Mitgliedern des Bauausschusses zu. Und damit soll jetzt Schluss sein. Langsam, aber sicher, sollen die unschönen Hindernisse aus dem Stadtbild verschwinden. Wo möglich, ersatzlos. Wo sinnvoll, durch Bäume ersetzt werden. Darin sind sich Politik und Verwaltung einig.

Mittwoch, 16.05.2018, 21:05 Uhr

Verkehrsgefährdung oder -sicherung? Langfristig sollen alle Betonkübel, nicht nur hier an der Goldstraße, aus dem Stadtgebiet verschwinden.
Verkehrsgefährdung oder -sicherung? Langfristig sollen alle Betonkübel, nicht nur hier an der Goldstraße, aus dem Stadtgebiet verschwinden. Foto: Axel Roll

Wie der neue Technische Beigeordnete Hans Schröder vorschlug, soll in einem ersten Schritt eine neue Bestandsaufnahme gemacht werden, um dann „in einem strukturierten Verfahren von den Kübeln wegzukommen“. Natürlich, Stichwort Kosten, sei das ein Prozess über einen längeren Zeitraum.

Losgetreten hatte die Diskussion die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag, die in der jüngsten Vergangenheit an der Goldstraße nahe der Ochtruper Straße aufgestellten Rundhindernisse wieder abzuräumen. Begründung: Die Goldstraße habe eine übergeordnete Erschließungsfunktion, die Kübel stellten eine Verkehrsgefährdung dar.

Die Anwohner, die bei der Sitzung zahlreich vertreten waren, sehen das ganz anders. Der Lkw-Verkehr hin zum nahen Gewerbegebiet Sonnenschein habe abgenommen und zahlreiche Autofahrer verlangsamten jetzt deutlich ihre Geschwindigkeit, erläuterte ein Sprecher der Anlieger ihren Standpunkt.

Rolf Diekmann plädierte dafür, das Problem an der Wurzel anzupacken – was den Schwerlastverkehr betrifft. „Die Laster werden durch das Navigationssystem über die Goldstraße geleitet“, sagte der CDU-Sprecher. Sein Vorschlag: Schon am Kreisverkehr Ochtruper Straße Schilder aufzustellen, die auf die Sperrung der Strecke für die Lkw hinweisen. Außerdem warb er dafür, die Wünsche der Erpo­straßen-Bewohner endlich ernst zu nehmen und dort etwas zu unternehmen, um den Schulweg besser abzusichern.

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