Drei Arbeitskreise beschäftigen sich jetzt mit der Arnold-Kock-Brache
„Eine richtige Fleißarbeit“

Borghorst -

Es ist die Idee des Technischen Beigeordneten. Hans Schröder möchte das Umfeld der Arnold-Kock-Brache unter stadtplanerischen wie sozialen Aspekten noch einmal ganz genau unter die Lupe nehmen und dafür drei Arbeitskreise gründen, besetzt mit den Fachleuten aus dem eigenen Haus und Vertretern der Politik. „Für die Stadt ist die Fläche zu wichtig, als dass wir es uns erlauben können, dort etwas falsch zu machen“, begründet Hans Schröder das Vorhaben, das am Montagabend mit den Ratsfraktionen abgestimmt und damit auf den Weg gebracht wurde.

Dienstag, 12.06.2018, 17:30 Uhr

Das Websaal-Gelände ist größtenteils abgeräumt. Jetzt sollen sich drei Arbeitskreise mit dem Umfeld des riesigen Areals befassen.
Das Websaal-Gelände ist größtenteils abgeräumt. Jetzt sollen sich drei Arbeitskreise mit dem Umfeld des riesigen Areals befassen. Foto: Axel Roll

Die Bebauung des 25 000-Quadratmeter-Areals kann sich nach Ansicht des Dezernenten „positiv auf den gesamten Stadtteil auswirken“. Welche Maßnahmen dazu notwendig sind, sollen in einem Funktionsplan niedergelegt werden, der schon kurz nach der Sommerpause präsentiert werden soll. Danach soll das vom Rat beschlossene Qualifizierungsverfahren, bei dem sich örtliche Architekten Gedanken über eine Bebauung der Industriebrache machen sollen, durchgeführt werden.

Wie Hans Schröder betont, ist so ein Vorgehen für derart große Vorhaben „nicht unüblich“. Externe Planer müssten wissen, auf was sie sich einlassen. Und auch wenn die Stärken und Schwächen des Gebietes hinlänglich bekannt seien: „Es gibt bislang kein Planwerk, in dem die Rahmenbedingungen zusammengetragen wurden.“ Vor diesem Hintergrund sei die Verzögerung, die durch die Installierung der Arbeitskreise entstehe, hinnehmbar.

Welche Bezüge hat die Fläche zum Umfeld? Was ist der Stadtpolitik wichtig? Welche Bedeutung hat das Kock-Gelände für Borghorst? „Es gibt eine ganze Menge an Fragen abzuarbeiten“, weiß Hans Schröder. Ihm sind dabei die sozialen Aspekte besonders wichtig. Aber auch die Interessen der direkten Nachbarn wie das Krankenhaus und der Caritasverband müssten abgefragt und berücksichtigt werden. Der Dezernent weiß: „Das alles zusammenzutragen, das wird eine richtige Fleißarbeit.“

Damit das Bild richtig rund wird, sollen aber auch die Interessen der möglichen Investoren berücksichtigt werden. Der Technische Beigeordnete: „Wir möchten keine Insellösung.“

Stichwort Investoren und Investitionen. Hans Schröder bekräftigt das große Interesse der Stadt, dass im Schatten der Nikomedeskirche schon bald die Baukräne kreisen. Schließlich hat sie erst gerade den Abbruch der einsturzgefährdeten Fabrikhallen vorstrecken müssen. Wie teuer die Aktion unterm Strich geworden ist, wollte Schröder jetzt noch nicht sagen. „Das war auf jeden Fall nicht billig.“ Das Geld soll im Falle einer Bebauung durch die Investoren in die Stadtkasse zurückfließen.

Das Arbeitskreis-Projekt hat für den Beigeordneten einen praktischen Nebeneffekt. „Hier können wir schon einmal üben für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Das ist im Prinzip die selbe Arbeit, nur für ein wesentlich größeres Gebiet.“ Wann die drei Gremien unter den Stichworten Soziales, Räume und Politik ihre Arbeit aufnehmen? Hans Schröder lächelt: „Die sind schon kräftig dabei.“

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