Schulfest an der Michael-Ende-Schule
Endlich richtig angekommen

Borghorst -

„Das war eine Art Sturzgeburt“, beschreibt Schulleiter Wolfgang Roeder den Start der Michael-Ende-Schule im Jahr 2015. Von heute auf morgen wurde das System der Förderschulen umgestellt, mit ihrem bisherigen Konzept, drei Förderbereiche unter einem Dach zusammenzufassen, wäre die damalige Erich-Kästner-Schule nicht mehr überlebensfähig gewesen.

Mittwoch, 13.06.2018, 16:20 Uhr

Die Schüler der Michael-Ende-Schule freuen sich auf viele Besucher, denen sie ihre Schule am kommenden Samstag vorstellen können.
Die Schüler der Michael-Ende-Schule freuen sich auf viele Besucher, denen sie ihre Schule am kommenden Samstag vorstellen können. Foto: MES

Um die Förderschulen zu retten, stellte der Kreis deren System um und richtete Schwerpunktschulen ein. Eine davon ist die Michael-Ende-Schule, die sich auf den Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ spezialisiert hat und derzeit an ihrem Standort Borghorst 97 Kinder vom ersten bis zum vierten Schuljahr unterrichtet. Die kommen aus Familien und Einrichtungen aus dem südwestlichen Kreisgebiet zwischen Rheine, Ochtrup und Altenberge.

„Viele kommen ursprünglich aus dem Ruhrgebiet und Niedersachsen und leben hier in Wohngruppen“, erklärt Roeder, dass die Einrichtungen im Kreis Steinfurt auch im weiteren Umkreis einen guten Ruf haben.

Seit drei Jahren sind Schüler und Kollegium jetzt dabei, sich zu finden und geregelte Abläufe zu entwickeln. „Die meisten waren vorher nicht an diesem Standort, sondern sind ganz neu hierher gekommen“, war der Start der Schule, die anfangs noch den sperrigen Namen „Förderschule Steinfurt des Kreises Steinfurt“ trug, wie ein Sprung ins kalte Wasser.

Mittlerweile ist der Alltag eingekehrt, aber: „Wir haben bisher nie die Gelegenheit gehabt, uns einmal vorzustellen“, bedauert Roeder. Das wird am kommenden Samstag (16. Juni) nachgeholt: Bei einem Schulfest wollen Eltern, Schüler und das Lehrerkollegium zeigen, „wie und was wir hier arbeiten“.

Von 11 bis 15 Uhr gibt es Stände und Aktionen wie eine Kettcar-Rallye, WM-Torwandschießen, Holzautos bauen oder einen Papierfliegerwettbewerb. Beteiligt sind auch die Schulhunde Arthur, Lars und Theo, die mit den Schülern einen Agility-Parcours bewältigen.

Außerdem wird das eigens für die Schule gedichtete Lied „MES, das sind wir“ erstmals präsentiert – das natürlich auf der Musik zu einer Michael-Ende-Verfilmung basiert: „Eine Insel mit zwei Bergen“ aus „Jim Knopf“ – die in der Schulversion zu „Eine Schule mit zwei Orten“ wird, als Hinweis auf den zweiten Standort der Michael-Ende-Schule in Lengerich.

„Unser Ziel ist es, Kindern wieder den Spaß am Lernen zu vermitteln und dass Schule auch ein Lebensraum sein kann“, sagt Wolfgang Roeder. Wie das umgesetzt wird, können die Besucher am Samstag an Ort und Stelle erfahren.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5816876?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Einfach nur Kroos-artig
Maßarbeit: Toni Kroos (hinten) zirkelt den Ball in der Nachspielzeit zum 2:1 ins Netz. Schwedens Torhüter Robin Olsen hat keine Abwehrchance.
Nachrichten-Ticker