Stadtführerin Mariette Beutner
Mit einer Prise Humor

Steinfurt -

Ihre Führungen sind gewürzt mit Anekdoten – gerade deshalb genießt Mariette Beutner hohe Beliebtheit als Steinfurter Stadtführerin. Einen Job, den die rüstige 78-Jährige nun schon seit 20 Jahren macht.

Donnerstag, 14.06.2018, 17:14 Uhr

Gratulierten Mariette Beutner (4.v.l.) zum 20-jährigen Jubiläum als Stadtführerin (v.l.): Gerda Schmerling, Marion Niebel, Susanne Kaufmann, Doris Schubert, Ulrike Wanink, Sieglinde Neumann und Ingrid Hepcke.
Gratulierten Mariette Beutner (4.v.l.) zum 20-jährigen Jubiläum als Stadtführerin (v.l.): Gerda Schmerling, Marion Niebel, Susanne Kaufmann, Doris Schubert, Ulrike Wanink, Sieglinde Neumann und Ingrid Hepcke.

An die lustigste Geschichte in ihrem Leben als Steinfurter Gästeführerin kann sich Mariette Beutner noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre: Bei einer Führung durch das Schloss kassierte die heute 78-Jährige wie seinerzeit üblich den Obolus auf der Brücke vor der Eingangspforte. Mitten hinein in die Gruppe geriet auch Erbprinz Carl Ferdinand – von dem sie prompt, im Glauben, einen der Teilnehmer vor sich zu haben, ebenfalls das Eintrittsgeld kassierte. Der Prinz zahlte. „Erst später habe ich erfahren, dass es der Erbprinz höchstselbst war, von dem ich da Geld verlangt hatte“, kann sich Mariette Beutner auch heute noch ein Lachen über den Fauxpas nicht verkneifen.

Es sind Anekdoten wie diese, die sie als Stadtführerin so beliebt machen. Einen Job, den Mariette Beutner nun schon seit 20 Jahren macht. Dafür gab‘s gestern nicht nur ein Gläschen Sekt bei SMarT im Alten Rathaus Burgsteinfurt, sondern auch dicke Dankes- und Lobesworte von Chefin Marion Niebel. „Wir können uns dich im Kreise der Stadtführerinnen gar nicht mehr wegdenken“, sagte die Geschäftsführerin eingangs der kleinen Feierstunde, bei der auch eine ganze Reihe weiterer Kolleginnen der Jubilarin anwesend waren. Diese sei sehr vielfältig einsetzbar und springe oft auch im Notfall ein, wenn zum Beispiel eine andere Stadtführerin krank geworden sei. In diesem Jahr seien es schon rund 30 Führungen gewesen, die sie geleitet habe. „Bei bis zu 20 Teilnehmern kommt da schon eine große Zahl zusammen“, lobte Niebel.

„Mir machen die Führungen nach wie vor viel Spaß und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt“, betonte die rüstige 78-Jährige. Vor allem gelte das für die Führung durch die Konzertgalerie, ihrem Favoriten.

Eine Mitarbeiterin des damaligen Verkehrsvereins hatte sie 1998 angesprochen, ob sie es sich vorstellen könne, als Stadtführerin zu arbeiten. Nach einer Ermunterung durch die Familie fasste sie sich ein Herz und stieg in die Materie ein. Das meiste Wissen erarbeitete sie sich autodidaktisch, ging zunächst mit Vorgängerin Bärbel Herlitzius einige Male mit. Und spätestens seit dem „Vorfall“ mit dem Erbprinzen kennt sie auch Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt. „Ihn habe ich kurz danach in der Stadt getroffen und mich entschuldigt“, berichtet sie. Der Prinz habe nur gelacht – und sie für ihre gut vorbereitete Führung durch das Schloss gelobt.

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