Steinfurter tippen den Weltmeisterkandidaten
Das 1:7 könnte entscheiden

Steinfurt -

Seit Donnerstagnachmittag rollt in Russland nicht nur der Rubel, sondern auch der Ball – der zur Fußball-Weltmeisterschaft. 32 Mannschaften sind dabei, am Ende kann es aber nur eine geben, die den Pokal in die Höhe halten darf. Nur welche? Die Redaktion hat ein paar, manchmal mehr, manchmal weniger überzeugte Antworten gesammelt.

Donnerstag, 14.06.2018, 17:22 Uhr

Wer wird nach dem Finale am 15. Juli den Pokal in die Luft recken dürfen? Für viele stehen da Deutschland und Brasilien ganz oben in der Liste der Teams, die sich Chancen ausrechnen dürfen.
Wer wird nach dem Finale am 15. Juli den Pokal in die Luft recken dürfen? Für viele stehen da Deutschland und Brasilien ganz oben in der Liste der Teams, die sich Chancen ausrechnen dürfen. Foto: dpa

„Bei dem ganzen Theater drumherum sehe ich schwarz“, sieht Uli Fischer bei der deutschen Nationalelf keine guten Karten. Und als Vorsitzender sowohl des Kreis- als auch des Sportverbands sollte er wissen, wie wichtig auch Randbedingungen für sportliche Erfolge sind. „Dann müsste es eigentlich Spanien werden – aber auch die haben sich ja gerade selbst zerlegt“, spielt er auf die Trainerentlassung zwei Tage vor Turnierbeginn an. Und schlussfolgert: „Dann wird‘s wohl Brasilien.“

Sein persönlicher WM-Zuguck-Spielplan steht bereits: „Das erste Spiel schaue ich bei der 30-Jahr-Feier des BSB, das zweite im Kino und die anderen wohl privat in der Nachbarschaft.“

Brasilien ist auch für Dr. Peter Krevert der Topfavorit. Wobei für den Mann, der als Autogrammsammler und Führer durch die Schalker Arena viele WM-Teilnehmer persönlich kennt, die höchste Stufe des Fußballsports in Gelsenkirchen stattfindet – die WM fällt deshalb für ihn schon in die Kategorie „fußballfreie Zeit“.

Weitere Anwärter auf den Titel sind für ihn Deutschland und Argentinien. „Aber der Stachel vom 1:7 gegen Deutschland sitzt bei den Brasilianern so tief – das ist eine Riesenmotivation.“

Marion Niebel setzt bei ihrem Tipp auf ihre schwäbische Herkunft. „Deutschland macht das. Weil Jogi Löw ein Schwabe ist. Und die Schwaben können das.“ Auch die SMarT-Geschäftsführerin weiß schon, wo sie die Spiele von Jogi und seinen Jungs gucken will: „Im Kino und im OT-Heim.“

Zumindest die ersten Spiele wird Martin Linke ganz woanders sehen: „Ich bin dann im Urlaub auf Mallorca“, sagt der Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäfts in der Münsterstraße. Für ihn ist klar: „Deutschland wird Weltmeister.“ Die passenden Trikots gibt es bei ihm, bislang halte sich die Nachfrage aber noch in Grenzen. „Das ist normal“, weiß Linke von vergangenen Meisterschaften. „Das Interesse steigt mit dem Turnierverlauf.“

An eine deutsche Titelverteidigung glaubt auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Allerdings eher aus patriotischer Einstellung denn aus sportlicher Fachkenntnis: „Natürlich Deutschland“, sagt sie ohne einen Hauch von Zweifel in ihrer Stimme. Um gleich im nächsten Atemzug zuzugeben: „Sachkundig bin ich nicht gerade, wenn es um Fußball geht. Aber das ist doch unsere Mannschaft.“

Wo, geschweige denn ob sie überhaupt alle Spiele der DFB-Elf sehen kann, weiß sie noch nicht. „Ich habe ja immer viele Termine – die leider wichtiger als Fußballspiele sind.“ Das gilt auch für den kommenden Sonntag, wenn Deutschland um 17 Uhr gegen Mexiko spielt. „Ich hoffe, dass ich es rechtzeitig vor den Bildschirm schaffe.“

Ein echter Fachmann rund ums runde Leder ist dagegen Christoph Klein-Reesink. „Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich sagen, Brasilien wird die Weltmeisterschaft gewinnen“, sagt der Coach der Burgsteinfurter Bezirksliga-Fußballer. „Die Mannschaft verfügt über herausragende individuelle Klasse und ist durch das 1:7 bestimmt noch besonders angestachelt.“

Allerdings: „Wenn ich vom Gefühl her entscheiden sollte, würde es natürlich Deutschland.“

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