Steinfurt
Do., 10.09.2009
Abgeschoben in ein fremdes Land
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Steinfurt - Sie kommen aus Frankfurt, Velbert, Lippstadt, Wuppertal, Kassel und Laer. Sie sind dort geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen - bis die Abschiebung kam: 14 Jugendliche (Roma, Albaner und Serben) sind im Sommer 2008 mit Einwegkameras in Südserbien und im Kosovo auf Erkundungstour gegangen.
Entstanden sind eindringliche Bilder mit jeweils einem Interview, die zeigen, wo die Jugendlichen jetzt leben und wie sie sich fühlen.
Zu der Eröffnung am Mittwoch (16. September) um 18 Uhr in der Kunsthalle an der Goldstraße in Burgsteinfurt lädt die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ein. Die Ausstellung kann wochentags von 9 bis 13 Uhr oder nach Absprache (Jugendmigrationsdienst: 0 25 52/63 94 43) besucht werden.
„Durch die Ausstellung soll auch auf die aktuelle Situation der Jugendlichen, deren Eltern einst aus dem Kosovo geflüchtet sind, aufmerksam gemacht werden. Vielen droht am Ende des Jahres die Abschiebung, eine Katastrophe vor allem für die Jugendlichen, die größtenteils in Deutschland geboren sind“, so Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst.
Während der Eröffnung wird Claudius Voigt von der GGUA Flüchtlingshilfe einen kurzen Vortrag zur aktuellen Bleiberechtssituation halten. Außerdem gibt es Musik von der Gruppe „Romalen“.
Die Ausstellung „Blick zurück nach vorn“ wird im Rahmen der interkulturellen Wochen in Steinfurt gezeigt.
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